Oberklassenträume aus Luxus und Leder – Der 5er BMW (F10) und sein neues Fahrwerk

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> 08. Mai 2017

Spätestens mit dem Kauf einer Limousine aus der oberen Mittelklasse fühlt man sich angekommen. Die Welt der Reichen und Schönen scheint plötzlich in greifbare Nähe zu rücken und der Abstand zu schnöden „bringt mich auch von A nach B“ Autos ist groß genug, um dieses wohlige Gefühl, des „ich habe es geschafft“ zu genießen. Woher diese Glücksgefühle kommen und wie gut der, intern F10 genannte, 5er wirklich ist, dass wollen wir uns jetzt einmal genauer anschauen. Gute Gründe dafür gibt es mehrere, einerseits die Tatsache, dass es den F10 durch die aktuelle Ablösung durch das G30 genannte Nachfolgermodell jetzt schon mit wenigen Kilometern zu erschwinglicheren Preisen gibt und andererseits natürlich das neue Gewindefahrwerk von ap-Sportfahrwerke, welches bereits erhältlich ist.

BMW 5er F10

Eine kleine BMW 5er Geschichte
Persönlich mochte ich den 5er BMW schon immer, alleine aus dem einfachen Grund, dass wir beide das gleiche Geburtsjahr haben. Geboren 1972 haben wir schon einiges erlebt und auch einige Veränderungen durchmachen müssen, um mit unserer schnelllebigen Zeit mithalten zu können. Den Ur-5er, genannt E12, gab es damals noch mit aus heutiger Sicht fast „putzig anmutenden 66 Kw“. Dabei hatte er fast die identische Länge eines aktuellen 3ers und es gab ihn einzig und alleine als Limousine. Damals war der Markt noch übersichtlich und nicht in unzählige Kleinstnischen unterteilt. Selbst auf einen Kombi musste der 5er Käufer fast 20 Jahre (bis 1991) warten. Den getesteten F10 gab es von 2010 bis zum Beginn des Jahres 2017 in unterschiedlichen Formen und mit Motoren bis zu 423 Kw.

Der Testwagen
Da wir heute einmal in Luxus schwelgen teste ich natürlich die Limousine und als Motorisierung kommt standesgemäß nur eine dicke Maschine in Frage. M5? Nein, der ist dann doch immer noch für die meisten von uns zu teuer. Hybrid? Zu selten. Ich entscheide mich für ein 2015er Modell mit dem 535 Diesel Motor. Ein 3.0 Liter Sechszylinder mit 313 PS und über 600 Nm sollte dem bayerischen Luxusliner ausreichend Dampf für die Geschäftsreise an die Küste oder den Shoppingtrip nach Mailand machen. Knapp 70.000 Euro hat der Erstbesitzer vor 2 Jahren auf den Tisch gelegt. Aktuell gibt es den Wagen für 37.000 Euro mit nur 4000 Kilometer auf der Uhr. Aua! Aua, zumindest wenn man der Erstbesitzer war aber gut für den Zweitbesitzer.

Erstkontakt
Da steht er also, „mein“ 5er. Es ist lange her, dass ich mal einen gefahren habe und ich muss sagen, die ganze Fuhre wirkt ganz schön fett und nobel auf den ersten Blick. Knapp 5 Meter Länge, knapp 1,88 Breite in schickem schwarz-metallic und dann leider die etwas zu kleinen Schuhe: 18 Zöller sind gelinde gesagt optisch suboptimal für das Fahrzeug, aber gut, es sind immer noch Winterräder montiert und da es bei uns Ende April gerade wieder einmal geschneit hat, wollen wir ihm das durchgehen lassen und wünschen dem feschen Münchner 20 Zöller für den Sommer. Ich öffne die Türe, sehe sportliche Sitze in braunes Leder gehüllt und einen hochwertigen Innenraum, der mir persönlich viel besser gefällt als der beim 4er Gran Coupe letztens, oder ist das nur subjektiv? Egal, ich kämme meinen Seitenscheitel, poliere meine Schuhe und steige ein.

Der Innenraum
BMW gewohnt „passt mir“ der Wagen perfekt. Größe ist hier kein Problem und auch hinter mir würde noch jemand hinein passen. Der aktuelle Wahlhebel für die 8-Gang Automatik legt sich geschmeidig in die Hand, das Leder-Multifunktionslenkrad ist griffig, das Schiebedach über mir ein nettes Goodie für diesen seltenen, sonnigen Tag und das Display wirkt groß und übersichtlich. Hübsche Oberflächen, keine großen Geheimnisse bei der Bedienung. Ich kann nicht einmal über irgend etwas lästern und drücke den Startknopf. Der Diesel erwacht recht unauffällig zum Leben und ich rangiere die dicke Fuhre dank Rückfahrkamera problemfrei aus dem unübersichtlichen Parkplatz.

Auf der Straße
Es soll ja den einen oder anderen Test gegeben haben, in denen der 5er gegen die deutsche Premiumkonkurrenz Federn gelassen hat. Naja, das wäre ja wieder einmal Jammern auf sehr hohem Niveau. Ganz ehrlich, der Wagen zieht mächtig aus dem Keller und auf der Landstraße ist man schneller im „Führerschein-gefährdenden“ Bereich als man denkt. Die Automatik schaltet dabei so sanft und unaufgeregt, dass man es fast nicht bemerkt und die Lenkung ist für eine Limousine dieser Ausmaße völlig in Ordnung, schließlich sitzt man ja nicht in einem Lotus. Comfort, Eco und Sportmodus geben den unterschiedlichen Fahrertypen die Möglichkeit, den Wagen an ihre Bedürfnisse anzupassen. Natürlich geht der Wagen 250 km/h Spitze, wie in dieser Klasse üblich, die 5,3 Sekunden von 0-100 sind da schon eher die positive Überraschung. Unter dem Strich ist der 5er definitiv ein großartiges Fahrzeug, an dem man lange Freude haben kann.

BMW 5er F10

Das Fahrwerk

Wem das Ganze dennoch ein bisschen zu „gemütlich“ ist, für den bietet ap Sportfahrwerke jetzt das neue ap Gewindefahrwerk für die BMW Limousine (F10). Es ermöglicht eine stufenlose Tieferlegung und bietet dabei eine ausgezeichnete Balance aus Alltagstauglichkeit und Sportlichkeit. Mit dem neuen ap Gewindefahrwerk ist eine Tieferlegung von 25 bis 55 Millimeter an der Vorderachse sowie 20 bis 50 Millimeter an der Hinterachse möglich. Das Einstellen der Wunschtieferlegung erfolgt im eingebauten Zustand direkt über die Höhenverstellung und ist selbstverständlich geprüft. Das ap Gewindefahrwerk für den 5er BMW (F10) kostet 879,00 EUR inkl. MwSt. zzgl. Versand. Alternativ sind auch die beliebten ap Federn für den 5er erhältlich. Zur Wahl stehen die ab 119,00 Euro kostenden Federn mit einer Tieferlegung von bis zu 30 Millimeter.

Text: Andreas Leffler
Bilder: Andreas Leffler