Mercedes CLA – Stuttgarter Designkunst zum A-Klasse Tarif

Mercedes CLA

> 20. April 2017

Es gibt tatsächlich wenige Autos unter 40.000 Euro die ich ernsthaft schön finde. Natürlich gibt es coole Flitzer und nette Sportwägelchen zu diesem Preis, aber elegante Fahrzeuge, die mir so richtig gefallen? Eher weniger! Manchmal habe ich das Gefühl, Design kostet eben. Doch ab und an begegnet mir so ein Exot bei dem ich mir denke: Mann, warum mehr ausgeben, wenn das Gute liegt so nah. Der CLA ist jetzt so ein Kandidat und so nutze ich das neue Gewindefahrwerk von ap für eben jenes Auto dazu, dem Stuttgarter einmal richtig auf den Zahn zu fühlen.

Eine kleine CLA Geschichte
Nach der radikalen und erfolgreichen Modernisierung der A-Klasse, die vom Omatransporter zum GTI Jäger umgestaltet wurde, setzte Mercedes mit dem CLA noch einen drauf. 2012 präsentiert und 2013 eingeführt, wurde der Wagen schnell ein Erfolg. Er gilt mit einem cw Wert von 0,23 als eines der windschlüpfrigsten Serienfahrzeuge der Welt und natürlich war es nur eine Frage der Zeit, bis man den Wagen auch noch als Kombi ins Angebot nahm. Doch ich möchte heute bei der Limousine bleiben, denn nur sie hat diese perfekte Form, die schon seit Anfang der 2000er Jahre den CLS Mercedes für mich zum begehrtesten Mercedes der damaligen Zeit gemacht hatte. Mein Problem: Den CLS konnte und wollte ich mir nicht leisten und zu groß war er mir auch. Diese Probleme hat der CLA nun allesamt für mich gelöst. Der Wagen wird wie fast immer heutzutage mit zahllosen Motorisierungen angeboten, vom 109 PS Diesel bis zum 381 PS Benziner, mit Allrad und mit Frontantrieb.

Mein Testwagen
Ich fahre heute einen CLA 180 mit AMG Paket. Der 2015er hat nur knapp 13.000 Kilometer auf dem Buckel und sieht dementsprechend aus wie neu. Ganz wichtig für mich und damit ein Muss für den sportlich und optisch ambitionierten Fahrer: das AMG Paket. AMG Schürzen und 18 Zoll Räder geben dem Wagen ein sportliches Design, ein bisschen tiefer liegt er auch und dazu findet man auch im Innenraum noch nette Goodies wie ein nach unten abgeflachtes Multifunktionslenkrad, welches extrem gut in der Hand liegt. Das Beste bei einem Neupreis von ca. 38.000 Euro gibt es Autos wie meinen Testwagen mit ein bisschen Glück jetzt schon für 10.000 Euro weniger.

Erstkontakt
Optisch bin ich hin und weg. Die Form würde so manchem Wagen der das doppelte kostet gut stehen und auch das zirrusweiß (und nein, dies ist kein Druckfehler, es heißt nicht zitrusweiß) gefällt mir. Die zwei dicken Endrohre hat er auch dem AMG Paket zu verdanken. Ich gehe fasziniert um den Wagen und lasse meine Hand über die gefälligen Formen gleiten. So etwas passiert mir sonst im Falle, dass wir hier über Automobile sprechen, nur bei Edelblech aus Italien.

Der Innenraum
Schicke Sportsitze nehmen mich in Empfang. Leider muss ich erst einmal alles nach „ganz hinten und ganz unten“ verstellen, ehe ich mich ein bisschen wohnlich fühle. Ich hatte vor Begeisterung fast vergessen, dass ich hier in einer Variante der A-Klasse sitze und nicht in einem dicken Luxusliner. Die sportliche Linie und der Radstand der A-Klasse fordern irgendwo Tribut und dass ist eben beim Platzangebot der Fall. Ja, ich passe rein, ja, ich kann damit leben, aber sagen wir es so – luftig ist anders. Damit ist aber auch schon wieder das Ende meiner Meckerei erreicht. Für mich hat der Wagen nicht nur eines der besten Außendesigns in seiner Klasse, sondern auch einen begeisternden Innenraum. Eine generell sportliche Anordnung der Lüftungsdüsen, schicke Kontrastnähte, nette Materialien, Aluminium und hatte ich schon dieses super griffige Lenkrad erwähnt? Ganz ehrlich, das habe ich schon in Autos die 20.000 Euro teurer waren in viel schlechter gesehen.

Auf der Straße
Los geht es also. Der 1,6 Liter Motor mit den 122 PS ist natürlich kein Rennmotor, aber er macht seine Arbeit und für ein Alltagsauto ist das alles durchaus akzeptabel. Für den Weg ins Büro und in den Urlaub ist man gerüstet. Ausgestattet mit dem gut 2000 Euro teuren 7-Gang Doppel Kupplungsgetriebe wird die Fuhre zu einem angenehmen Reisebegleiter. Die Daten zum Auto im Schnelldurchlauf: 8,7 Sekunden von 0-100 km/h, 210 km/h Höchstgeschwindigkeit, kombinierter Kraftstoffverbrauch: 5,2-5,6 Liter nach Herstellerangabe. Wer es ein bisschen knackiger mag, der muss eben motormäßig ein bisschen tiefer in die Tasche greifen und sich z.B. den 250er mit gut 200 PS vor die Türe stellen.

Das Fahrwerk
Und wenn man schon dabei ist, könnte man ja für die Kurvenhatz gleich noch mit dem neuen ap-Fahrwerk nachhelfen. Ab sofort sind für den CLA auf Bodengruppe der aktuellen A-Klasse von ap Sportfahrwerke Tieferlegungsfedern (179 Euro) für eine verringerte Bodenfreiheit von 20/20 mm und 30/30 mm sowie ein Gewindefahrwerk für eine stufenlose Tieferlegung von bis zu 60 mm (569 Euro) erhältlich. Neben einem tieferen Schwerpunkt profitiert der CLA durch die ap Federn und das ap Gewindefahrwerk von einem deutlich sportlicheren Fahrverhalten

Text: Andreas Leffler
Bilder: Andreas Leffler