Der Skoda Octavia III – Neues Gewindefahrwerk für das Raumwunder

Skoda Octavia III (1)

Passend zum aktuellen Facelift des beliebten Skoda Octavia im Jahr 2017 stelle ich euch heute nicht nur das neue ap Gewindefahrwerk zum Octavia vor, sondern auch den Wagen selbst. „Elegant mit sportlicher Note“ liest man auf der Skoda Website über den Octavia. Nun, dann wollen wir uns das Ganze einmal genau anschauen.

Zunächst mag der eine oder andere Fragen, warum testet er denn ausgerechnet die Limousine? Die Antwort ist einfach: Das ap Fahrwerk gibt es sowohl für den Kombi als auch für die Limousine und ich mag nun mal Limousinen. Ich stamme noch aus einer Zeit in der Leute ohne große Autoleidenschaft oder mit weniger großem Geldbeutel Kleinwägen fuhren, Familienväter Limousinen in der Garage parkten und Häuschenbauer auf Kombis setzten, während Cabrios und Sportwägen noch weitgehend den Reichen und Schönen vorbehalten waren. Sportutility, Activity und sonstige Vehikel gab es damals noch nicht, höchstens in den Köpfen Müsli essender Nachwuchsmarketing-Experten, die allerdings damals noch in die zweite Klasse Grundschule gingen und ihre Autoideen mit Wachsmalkreide auf alte Tapeten malten.

Alleine beim Motorenkonfigurator bietet Skoda nun aktuell 15 unterschiedliche Motoren, von 66 bis 132 KW und dann gäbe es ja noch den RS. Aber ich bleibe heute bescheiden und hole mir einen 1,6 TDI Green tec beim www.autopark-emmering.de. Dieser steht dort gebraucht für 12.980 Euro und würde damit auch in mein übersichtliches Autorenbudget passen.

Beim Einsteigen fällt zuerst auf, dass der intern 5E genannte Octavia III im Gegensatz zum Vorgänger innen wesentlich aufgehübscht wurde. Leicht sportlich anmutende Teilledersitze und eine runderneuerte Mittelkonsole mit ein bisschen Glanzlack wirken zusammen durchaus einladend. Jetzt ist es natürlich so, dass man als Autotester heute nur noch sehr selten richtig schlechte Autos unter die Finger bekommt und ebenso verhält es sich leider mit Emotionsfeuerwerken, auf die du dich schon Wochen vorher freuest. Die meisten Autos auf dem Markt sind heute gute und grundsolide Brot- und Butterautos. Allerdings haben manche dieser grundsoliden Brot- und Butterautos irgendetwas Besonders, einen Bonus, etwas, dass es wert ist, darüber zu schreiben. Nun, der Skoda Octavia ist für mich so ein Brot- und Butterauto und der Skoda Octavia hat zu meiner Überraschung auch etwas wirklich Besonders – er hat geradezu verschwenderisch viel Platz für seine Klasse. Einerseits sind 590 – 1580 Liter Kofferraumvolumen schon bei der Limousine eine Hausnummer und andererseits kommen da auch noch 625 kg Zuladung dazu. Dies aber wäre mir alles gar nicht so ins Auge gestochen, wenn ich mir nicht passend zu meinen 1.97 Metern Körpergröße den Sitz eingestellt hätte und anschließend fest feststellen durfte, dass hinter mir noch problemlos normalgroße Menschen auf der Rücksitzbank sitzen könnten. Das gibt es wirklich fast nie und schon gar nicht in dieser Fahrzeugklasse. Normalerweise gibt es da höchstens noch Kniefreiheit für Zwerge, Hobbits und Babys. Also ganz großes Plus und Gratulation an die Damen und Herren von Skoda! Perfektes Innenraumkonzept!

Was gibt es sonst? In meinem Testwagen z.B. Sitzheizung für die Frontsitze, 2-Zonen Klimaanlage, Einparkhilfe, ein nettes Display (leider ohne Navi) aber mit allerlei sonstigen Funktionen und einer recht flott ansprechenden Sprachsteuerung, Bluetooth und Kurvenlicht.

Der 105 PS Diesel ist ok für den Alltag und leistet sich in meinen Augen weder große Stärken noch Schwächen. Er fährt sogar einen Tick schneller als man bei den puren Werten vermuten würde, zumindest kommt es mir so vor. Dazu passend schalte ich manuell durch die 5-Gänge, was ganz gut zum Auto passt. In kurzen Worten: Schaltung, Bremse, Lenkung – alles passend zu einem grundsoliden, leicht sportlich angehauchten Mittelklassewagen. Wer jetzt aber gerne doch ein bisschen flotter durch die Kurven flitzen möchte, der kann sich das neue ap Gewindefahrwerk nachrüsten. Selbiges besticht durch die ideale Kombination einer kompromisslosen Fahrperformance und dynamischen Tieferlegung, ohne dass dabei der Restkomfort leidet. Möglich macht dies das ap Engineering, das eine optimale Abstimmung aus Sportlichkeit, Komfort und Sicherheit vereint. Über den Aluminium-Federteller kann die Skoda Octavia Limousine an der Vorderachse von 35 bis 65 mm tiefergelegt werden. An der Hinterachse sind konstruktionsbedingt die ap Dämpfer und ap Feder voneinander getrennt. Aus diesem Grund wird die Wunschtieferlegung über einen separaten Verstellteller eingestellt. Im Einklang mit dem Teilegutachten sind an der Hinterachse 30 bis 60 mm möglich. Bei den ab Werk tiefer ausgelegten Octavia RS Modellen ist eine Tieferlegung von 10 bis 40 mm möglich. Die Einstellung der Tieferlegung funktioniert selbstverständlich im eingebauten Zustand. Das in Deutschland gefertigte Fahrwerk verfügt über stahlverzinkte Komponenten mit einer extra Versiegelung für eine ideale Witterungsresistenz. Die unverbindliche Preisempfehlung für das neue ap Gewindefahrwerk für den Skoda Octavia III liegt bei 659,00 Euro.

Text: Andreas Leffler
Bilder: Andreas Leffler