Von Los Angeles nach Las Vegas – Zwischenstopp bei Bulletproof und GReddy

GReddy und Bulletproof 2016_21

Natürlich galt es auf dem Weg zur SEMA so viel zu erleben wie nur möglich war. Wir machten uns von Long Beach auf in den Westen von Los Angeles zu Bulletproof – ein Luxus und Importtuner. Hier kann man sein Fahrzeug entweder Teiltunen lassen zum Beispiel mit einer Auspuffanlage von Amuse oder man kann einen „crazy“ komplett Umbau vornehmen lassen. Einige von euch kennen bestimmt noch den Bulletproof BMW Z4 aus dem letzten Jahr. Bulletproof liegt in einem unscheinbar wirkenden Geschäftsviertel.

Wir sind fast vorbeigefahren, wenn uns nicht der Overtake Nissan R35 GTR ins Auge gesprungen wäre. Der Eingangsbereich ähnelt eher einer Kreativ-Firma als einem Tuner Hause. Hier hängen keine Fahrzeug oder Tuningteile im Schaufenster oder an den Wänden. Bei genauem Hinsehen sieht man aber den kleinen aber feinen Unterschied. Alle Regale und Tische sind aus Voll Carbon. Hinter dem Büro geht es durch die Tür in die Heilligen Hallen von Bulletproof – die Werkstatt. Hier lagern hunderte von Teilen die frisch aus Japan von namhaften Teileherstellern wie Volk Racing, Bride, AMS Perfomance, TopSecret, Amuse und noch mehr importiert sind. Ganz getreu nach dem Motto „Fake Parts – Break Hearts“.

Bulletproof SEMA Car II

Hier werden aber nicht nur Tuningteile einfach verbaut, es werden auch universelle Fahrzeugteile selbst hergestellt. Ein Großteil der Bulletproof Arbeiten sind Carbonteile welche in Eigenanfertigung hergestellt werden. Es beginnt mit kleinen Spiegelkappen, über  Lippen bis hin zu komplexen Fahrzeugteilen wie Carbon Heckklappen. Hier ist nichts unmöglich – Sky ist the Limit, wie der Amerikaner gern sagt.

Die Hauptmarken bei Bulletproof sind Nissan und Tesla aber auch Honda und Mercedes sind gern gesehen. Wir durften einen exklusiven Blick in eins der frisch fertiggestellten Projekte werfen. Einen Mercedes mit Komplettumbau. Dieser Mercedes hat nicht einfach nur Fahrwerk, Felgen, Auspuff und ein bisschen Folie bekommen. Nein bei diesem Fahrzeug wurde neben der Leistungsoptimierung noch am und im Auto Carbon verbaut und der Innenraum durch feinste Alcantara Lederarbeiten verschönert inkl. versteckter Gun Box im Kofferraum. Dieser Innenraum hat einen Wert von ca. 14.000 $. Qualität kostet aber in Amerika und dieser Preis wird gern für gute Arbeit gezahlt.

Wir haben erfahren, dass im Schnitt jedes Jahr 10 Autos einen Komplettumbau bei Bulletproof bekommen und die Autos zwei bis drei Monate dort umgebaut werden. Klingt nach sehr viel Arbeit für die knapp 25 Mitarbeiter, wenn man auch noch das Alltagsgeschäft mit den Kleinumbauten dazurechnet. Trotzdem sind die Umbauten auf dem weltweiten Markt hoch angesehen und extrem gehypet.

Weiter ging es einmal quer durch Los Angeles in den Süd Osten zu GReddy. GReddy hat letztes Jahr mit dem TFTF Schauspieler Sung Kang alias Han einen Datsun 240 „Fugu Z“ restauriert und umgebaut. Des Weiteren ist GReddy bestimmt einigen aus dem Spiel Need for Speed ebenfalls bekannt. Dort kann man für sein virtuelles Fahrzeug Teile kaufen.

GReddy liegt in einem eher langweilig wirkenden gemischten kleinen Industriegebiet. Wenn man hier auf den Hof fährt sieht man schon einige verschönerte Japaner und stellt sich zum Parken gerne daneben. Am Empfang wurden wir wieder sehr freundlich begrüßt und bekamen  eine persönliche Führung durch diese einzigartige Firma. Durch eine graue Hintertür ging es vom Büro ins Lager. Dieses Lager hat uns mit seiner Größe und seinen Massen an Kartons voller Teilen buchstäblich erschlagen. Wir waren für einen kurzen Moment sprachlos und wussten gar nicht wo man als nächstes Hinschauen sollte. Hier lagerten Teileprototypen, Auspuffanlagen, komplette Getriebe und Getriebeteile, Motoren, Ladeluftkühler, Bodykits und noch vieles mehr. Am Ende des Lagers befindet sich die berühmte Werkstatt. Hier erwarteten uns einige bemerkenswerte Projekte.

Als erstes viel uns das Timeattack Fahrzeug, der Scion FRS mit Rocketbunny, der diese Saison den dritten Platz in der Gesamtwertung erhielt auf. Der Carbon Pokal ist im Shop zu sehen. Als zweiter Rocketbunny Umbau war hier ein BMW E 36 zu sehen. Der von Haus aus schon gut geformte BMW hat durch das Bodykit eine noch bulligere und aggressivere Ausstrahlung erhalten. Abgerundet wurde dieser Umbau durch eine leer Räumung des Innenraums mit Bride LowMax Sitzen. Insgesamt stand der BMW sehr sauber und ordentlich da und das obwohl es ein Racecar ist. Bei den Amerikanern gilt das Sprichwort“ Because Racecar“ eher als Aufforderung das Auto in einem guten Zustand zu präsentieren.

GReddy BMW

In nicht so gutem Zustand war leider der Lexus RC F der nach einem Fotoshooting für ein Magazin beschädigt und entstellt zurückkam. Die Felgen waren angefahren, die Folie zerkratzt und der APR Carbon Heck Flügel wurde sogar gestohlen. Wir waren entsetzt, aber der Besitzer hat es scheinbar locker hingenommen und man sagte uns „dafür hat man eine Versicherung!“.

GReddy und Bulletproof 2016_39

Wir durften noch ein wenig den Nissan R32 GTR (der in Kalifornien im Übrigen illegal ist) und den Nissan R35 GTR unter die Lupe nehmen.  Der R35 ist ein Kundenfahrzeug und wird mit 2000 PS a Rad als Alltagsfahrzeug genutzt. Dieser GTR mit Stroker  Motorumbau war für 23 Stunden der schnellste GTR der Welt, bis eine andere Firma einen noch schnelleren GTR baute. Dieser R35 schlägt vergleichsweise den Bugatti Veyron in Beschleunigung und Top Speed. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass diese Bestie einen Leistungsprüfstand zerstört hat. In den heiligen Hallen steht natürlich auch der Datsun 240 „Fugu Z“ diesen kann man ohne weiteres, ohne Absperrung oder ähnliches ansehen und sogar anfassen.

Für uns war der krönende Abschluss, dass wir zur Erinnerung vom GReddy Team jeweils zwei Limitierte Hot Wheels Autos im GReddy Style als Geschenke erhielten.

Danke für diesen Unvergesslichen Tag an das Team von Bulletproof Automotive
und an das Team von GReddy Performance.

The Fugu Z 

Full Carbon GT-R by Bulletproof Auto

Bulletproof FR-S Concept One 

Text: Import Society

Bilder: Import Society

12.01.2017