Die SEMA 2016 – the best Show in Las Vegas

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In Las Vegas gibt es bekanntlich viele Shows. Die beste Show für mich ist die SEMA. Getreu dem Motto, dass in den USA alles ein bisschen größer ist und ein bisschen mehr glänzt als anderswo ist auch die SEMA eine einzige fette Show und mit fett meine ich sowohl Größe als auch Qualität. In kurzen Worten 2400 Aussteller, 140.000 Teilnehmer und das obwohl nur Fachpublikum zugelassen ist. Na, dann stürzen wir uns mal ins Getümmel.

Verlässt man die Monorail genannte Hochbahn in Las Vegas dann bekommt man einen ersten Eindruck vom gigantischen Gelände auf dem die SEMA statt findet. Mehr Tuning geht eigentlich nicht, vor allem weil im Land ohne TÜV natürlich viel mehr möglich ist als bei uns und das bei mehr oder weniger garantiert gutem Wetter mitten in der Wüste. Kein ernsthafter Veranstalter würde in Deutschland eine Messe mit großem Außenbereich traditionell in der ersten November Woche starten, doch in Las Vegas ist das alles kein Problem. Wir haben angenehme 27 Grad Celsius und unter uns kreischen die Driftautos über den Asphalt. Die SEMA feiert ihr 50. Jubiläum und wir feiern mit.

Auf die Frage „Und wie war`s“ die mir seit 2 Tagen immer wieder gestellt wird kann ich nur „gigantisch“ antworten. In den USA mag vieles mehr Schein als Sein sein aber zwei Dinge können die US-Amerikaner ganz sicher besser als der Rest der Welt und das sind „eine Show aufziehen“ und „verkaufen“ und hier wurde beides perfektioniert. Denn auch wenn die SEMA keine typische Verkaufsmesse ist, so wird man fast augenblicklich mit dem Wunsch nach „mehr, schneller, besser, schöner“ infiziert.

Fast alles was irgendwie Rang und Namen in der Branche hat ist hier: Von Liberty Walk bis Rockford Fosgate, von Brembo bis Greddy und von HKS bis Toyo. Natürlich haben sich auch einige Fahrzeughersteller zwischen die ganzen „Aftermarket“ Firmen gemogelt. Vor allem Ford und Chevrolet glänzen dabei mit gigantischen Ausstellungen. Ford bietet Autogrammstunden mit zahlreichen bekannten Fahrern von Ken Block bis Vaughn Gittin Jr. Und Chevy glänzt sogar mit einer eigenen Rennstrecke auf der man mal die neue Corvette eine Runde über den Asphalt prügeln darf.

Wenn ich über die Messehighlights nachdenke wird es wirklich schwierig, weil es einfach so viele so unglaublich großartige Fahrzeuge gab. Vom Tuningbereich mal abgesehen war mein Highlight meine Erstbegegnung mit dem neuen Honda NSX. Was für unglaublich cooler Wagen. Als Filmfan hätte ich gerne den Trans Am SE Bandit Edition von Trans Am Depot mitgenommen und natürlich habe ich mich über das erste Auto aus Fast 8 gefreut, welches es zu bestaunen gab. Generell positiv aufgefallen ist uns Toyo, die hatten nicht nur eine chillige Ausruhstation mit kostenlosen Wasserspendern und kuschligen Sesseln installiert, sondern auch zahlreiche der besten Autos, die ich in meinem Leben je gesehen habe quer über die Messe verteilt, egal ob Datsun, BMW, Lamborghini oder Mustang – jedes Toyo Show Car war für mich ein echtes Messehighlight. Apropos Mustang. Mustangs gab es natürlich wie alle anderen Muscle Cars auch aus allen Baujahren und in allen Variationen. Ein absoluter Hammer aus dem Mustang Bereich ist für mich seit Jahren die Firma Classic Recreations. Wer einmal in einer CR Eleanor gesessen ist wird das so schnell nicht mehr vergessen und hier waren sie wieder mit dem grandiosen Mix aus neuer Technik in klassischem Design. Jedenfalls, wer für seinen Ami noch Inspiration braucht ist auf der SEMA definitiv richtig.

Was gab es sonst noch? Alles, einfach alles! Lambos und Ferraris in Hülle und Fülle, Evos, Subarus und Lexus für jeden Geschmack, die größten Räder, die abgefahrensten Folierungen von Goldmuster bis Deadpool, die fettesten Abgasanlagen, die niedrigsten Lowrider und die höchsten Monstertrucks. Was soll ich sagen – be there or be square. Wer die SEMA nicht gesehen hat, hat definitiv etwas in seinem Tuningleben verpasst. Ich hoffe die Bilder können einen kleinen Einblick von Autos, Mädels und Events geben. Und wenn ihr irgendwann mal zur SEMA Zeit in Vegas seid nutzt es, nicht nur die Messe ist voll, sondern auch die Straßen und falls ihr keine Eintrittskarte bekommt, wartet auf den Cruise Off, da kann jeder nochmal gucken. Definitiv mein Jahreshighlight!

Text: Andreas Leffler
Bilder: Andreas Leffler

13. November 2016