50 Jahre SEMA Las Vegas – Tag 1

In der Glücksspielmetropole heißt es die ersten vier Novembertage nicht mehr „Ihr Einsatz bitte“ sondern „Was Fährst du und was hast du verbaut“. Die SEMA ist die Größte und führende Automobil und Tuningmesse. Die Aussteller strömen aus aller Welt in die Hallen des Convention Centers an der Paradise Road. Hier werden neben den schönsten und besten Tuning Fahrzeugen aus Amerika, Canada und Japan auch Produkt und Marktneuheiten vorgestellt. Die großen Automarken zeigen ihre neusten Modelle oder Versionen und die Teile und Zubehörhersteller stellen in Las Vegas aus.

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Letztes Jahr waren rund 60.000 internationale und nationale Käufer/Besucher auf der SEMA und 2500 neue Teile, Werkzeuge und Zubehöre wurden vorgestellt. Dieses Jahr feiert die SEMA ihr 50 Jähriges Jubiläum und da heißt es groß, größer SEMA. Es wurde noch mehr geboten, der Platz wurde vergrößert und es hieß „Glotzen statt Kleckern“.

Am ersten Tag haben wir uns wieder erst einmal mit dem Außengelände befasst. Dieses Gelände ist vergleichsweise so groß wie die Tuningworld Bodensee und es stehen deutlich mehr Autos auf diesem Gelände wie auf der TWB. Zwischen dem Westgate Hotel und dem Convention Center zeigte Optima Batteries wieder die Fahrzeuge der eigenen Rennserie, die man in den USA im Optima TV verfolgen kann. Diese Fahrzeuge sind alle für die Rennstrecke ausgelegt aber könnten wiederum nicht unterschiedlicher sein. Hier steht ein kleiner Mazda MX5 neben einem BMW E46 M3 und einer Viper. Wer glaubt hier herrscht ein großer Konkurrenzkampf täuscht sich, hier wird gemeinsam und respektvoll an den Fahrzeugen geputzt.

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Am offiziellen Eingang zum Gelände zeigten die Highschools wieder im alljährlichen Wettbewerb was die jungen Leute rund um das Motorenschrauben können. Die Challenge besteht darin, den Motor auseinanderzubauen und unter speziellen Vorgaben wieder zusammenzusetzen. Dieses Jahr ist uns das erste Mal ein reines Mädchen Team aufgefallen. Wir drückten den taffen Mädels natürlich die Daumen.

Der Fahrzeughersteller Ford dominierte das Außengelände deutlich. Der alljährliche Driftplatz wurde noch größer um den Gästen ein einmaliges Drifterlebnis zu bieten. Ford zeigte auf diesem Platz auch seine neuesten Car Parts aus der Sparte Ford Performance. Hier kann man ohne Scheu die Teile in Ruhe ansehen und einmal anfassen. So erkennt man die deutlichen Gewichtsunterschiede zwischen einem normalen Ford Teil und einem Performance Teil. Wer diese Teile mal in Action erleben will kann direkt neben an ein Fahr-Training in der Ford Performance Racing School buchen und im Mustang, Focus RS oder Fiesta ST ordentlich Gummi geben. Wer etwas exklusive Power möchte ist am Stand von Roush Performance genau richtig. Dieser amerikanische Edeltuner hat sich auf Mustang spezialisiert, zeigt aber auch regelmäßig, dass er im kompletten Fordbereich atemberaubende Autos bauen kann. Dieses Jahr stand auf der SEMA ein Truck der in Zusammenarbeit mit KC von Gasmonkey Garage neu aufgebaut wurde.

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Viele Aussteller haben auf dem Außengelände einen Zweitstand wie zum Beispiel das Boden Autohaus. Das Luxus Autohaus zeigte an einem kleinen Stand sechs Edelkarossen der Marken BMW, Audi, Mercedes, Lamborghini etc.  Die Putzmittelhersteller Meguiars und Mothers haben sich mit riesigen Luftgefüllten XXXLPutzmittelflaschen versucht zu übertrumpfen. An den Ständen konnte man sich über Produktneuheiten und Bestseller ausgiebig beraten lassen. Einen weiteren extrem großen Stand zeigte auch Pennzoil in Kooperation mit Shell. Hier konnte man den neuen 2017er Dodge Challenger SRT Hellcat, welcher von der Tuningschmiede Hennessey modifiziert wurde. Wer schon immer einmal ein echtes Dragster Car sehen wollte konnte dieses ebenfalls am Pennzoil Stand, ein leuchtend gelber Mopar stand hier.

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Für uns war der Ford Maverick, welcher vom „The Fast and the Furious“ Schauspieler Han extra für die Sema gebaut wurde ein sehr besonderes Fahrzeug. Dieses Fahrzeug wurde zusammen mit Studenten der ortsansässigen Universität bei GReddy aufgebaut und mit einem 2,3 Liter EcoBoost aus dem Ford Mustang auf den neusten Stand der Technik gebracht. Die Arbeit ist bemerkenswert und so ist es auch nicht verwunderlich, dass hierfür der Ford Pokal Special Recognition Award vergeben wurde. Als besondere Ehre wurde von Hot Wheels eine Limitierte Auflage des Fahrzeuges auf den Markt gebracht.

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Das gesamte Außengelände wurde von SUVs und Pick Ups dominiert. Hier konnte man nach Herzenslust die XXL Fahrzeuge mit ihren gigantischen Felgen, Fahrwerken und Ausbauten begutachten. Hier wird wirklich eine sehr detaillierte Arbeit gezeigt. Unterböden werden in Feinarbeit lackiert und verchromt. Die Ladeflächen werden mit Nos oder Gaseinspritzungsanlagen versehen und die Innenräume custommäßig verschönert. Beim Motor heißt es nur big und bigger, einfach wahnsinnig. Wir trafen einen SUV Besitzer der 1500 PS standfest in seinem „The Bear“ Ford hatte.

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Zwischen den SUVs fanden wir den deutlich größer gewordenen DUB Magazin Stand. Hier konnte man am ersten der beiden Stände einen Felgenhersteller und einige sehr schöne Jeeps sehen. Hier stand unter anderem der JEEP unseres Freundes JJ Dubec. Am zweiten DUB Stand waren die Firmen Liberty Walk und Prior Design stationiert. Zwei große Firmen die sich mit Breitbauten für Luxus Autos einen Namen in der Szene gemacht haben.
Wir ließen es uns natürlich nicht nehmen bei unseren Freunden am Liberty Walk Stand einen Stopp für ein kurzen Plausch zu machen. Kato Hyuma der Sohn des Liberty Walk Chefs empfing uns sehr herzlich und erzählte uns ein paar interessante Neuigkeiten. Für die Essen Motor Show ist sehr viel Großartiges geplant. Wir freuen uns jetzt schon auf die verrückte Liberty Walk Bande in Deutschland. Hyuma ließ es sich nicht nehmen uns in Ruhe seine neusten eigenen Fahrzeuge zu zeigen und uns in ein Nissan Fachgespräch zu verwickeln. Am Ende lud er uns auf einen Kaffee in sein Liberty Walk Cafe in Japan ein, wir werden dieses Angebot in Zukunft gerne annehmen.

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Am Ende des Außenbereiches stehen die Zelte (dreimal so groß wie letztes Jahr) mit allen Händlern die das erste Mal auf der Sema ausstellen. Hier sieht man sehr viele crazy Produkte aber auch Produkte wo man sagt, ja das braucht die Welt definitiv NICHT. Einer der besseren Stände war der Reifenaufkleber Hersteller, der die schönen Reifen Verzierungen aus Gummi machte. Ein berühmter Deutscher Automobilhersteller hat sich dieses Jahr auch unter die Erstaussteller gewagt. Audi zeigte sich in einem kleinen dezenten Stand direkt am Eingang des Zeltes. Wir drücken Audi die Daumen das sie sich nächstes Jahr einen Platz in den großen Hallen erarbeiten können.

Den nächsten Bericht gibt es dann wieder im ap Blog.

Text: Import Society
Bilder: Import Society

08. November 2016