Fast & Furious in Los Angeles

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Los Angeles – Heimat der Fast and Furious Filme und Heimat zahlloser Autofans, Tuningfirmen und Drehorte. Auf meinem Weg nach Las Vegas zur SEMA dachte ich mir, ich schaue mich in der Stadt der Engel einmal für euch und den ap Blog um. Was ich gefunden habe sind alte US-Cars, millionenteure Luxusschlitten, eine der bekanntesten Tuningfirmen der Welt und natürlich ein paar Spuren von Dom und Brian.

Fährt man durch den Großraum Los Angeles mit seinen knapp 18 Millionen Einwohnern ist es nur natürlich, dass man immer wieder und leider auch oft unerwartet automobile Schmuckstücke vor die Linse bekommt. Egal ob klassische US-Cars am Strand von Santa Monica, JDM Racer in Little Tokyo oder ein gelber Rolls Royce mit gelben Ledersitzen und gelben Felgen in Beverly Hills. Hier gibt es wirklich alles. Alleine in Beverly Hills ist es müßig Porsches oder andere deutsche Nobelkarossen zu zählen, von Mustangs oder Camaros gar nicht zu reden und selbst Rolls und Bentleys sehe ich in zwei Stunden mehr als sonst im ganzen Jahr. Um hier aufzufallen brauchst du schon etwas super-besonderes wie z.B. einen McLaren oder etwas ähnliches.

Aber natürlich sieht man auch sonst viele interessante Wagen. Allerdings muss man schon ein wenig aufpassen: Ich habe mir durchaus den einen oder anderen giftigen Blick von launigen Gangstern oder Wanna-Be-Gangstern (wer weiß dass so genau) eingehandelt, als ich plötzlich die Kamera gezückt habe. Generell ist mir einerseits aufgefallen, dass der Trend hier generell zu ultragroßen Felgen geht, die allerdings oft die lächerlich kleinen Bremsscheiben dahinter noch winziger erscheinen lassen und andererseits, dass selbst die abgerocktesten Racer gerne noch mit dicken Rädern und einem ultralauten Sportauspuff ausgestattet werden, selbst wenn der Rest des Autos schon eher nach einem Gnadenhof schreit.

Aber auch wenn es viel zu sehen gibt, so bin ich doch auf der Jagd nach dem Besonderen. Station 1: Das Toretto Haus aus dem Fast & Furious Franchise und ja – es steht noch und ist nicht im letzten Film in die Luft geflogen. Ihr findet es in Los Angeles – 722 East Kensington Road. Das Haus liegt in einem nicht gerade übermäßig einladenden Viertel, zumindest hatten wir den Eindruck und es ist völlig unauffällig zwischen anderen Einzelhäusern versteckt. Nur ein „private property“ Schild welches unrechtmäßigen Besuchern den Zugang verwehrt gibt einen dezenten Hinweis darauf, dass hier offensichtlich Menschen wohnen die, verständlicherweise gerne einmal ihre Ruhe haben wollen. Gleich die Straße runter, nur wenige Meter entfernt findet ihr Torettos market and diner. Das ist der Laden, in dem Brian erstmals auf Mia trifft. In Wirklichkeit heißt das Ding Bob`s Market und der liebe Bob betreibt dort einen Art Tante Emma Laden. Zu unserer Enttäuschung gibt es kein Thunfisch Sandwich ohne Kruste, also kaufen wir Chips, Nüsse und Kaugummi und wandern trotzdem glücklich zurück zum Auto. Die offizielle Adresse von Bob`s Market ist übrigens 1234 Bellevue Avenue. Aber wenn ihr das Toretto Haus findet, dann seht ihr das Diner ohnehin schon fast.

Was bleibt uns also noch, jenseits der Filmwelt? Ein echter Profituner. Also machen wir uns auf nach Burbank zu West Coast Customs die spätestens seit „pimp my ride“ auf MTV ja weltweite Bekanntheit erlangt haben. Die Jungs von WCC haben sich auch bereits bestens auf Besucher eingerichtet. An einer Rezeption könnt ihr vorstellig werden, anschließend den Showroom in Augenschein nehmen, durch die breite Glasfront der Arbeit an den Autos zugucken (aktuell wird gerade an einem Mustang, 2 Pick-ups und einem ultra-fetten Geländemonster gebastelt) und schließlich, wie sollte es anders sein einen Abstecher in den Shop machen.

Für uns war der kleine Ausflug in die Autowelt L.A.`s ehrlich gesagt sehr kurzweilig, wenn man nur nicht so einen lauen Mietwagen fahren würde. Aber andererseits ist L.A. sowieso ein einziger großer Stau, also Platz zum „Spaß haben“ haben wir zumindest ohnehin nicht gefunden.

Text: Andreas Leffler

Bilder: Andreas Leffler

31. Oktober 2016