Ein unvergessliches Wochenende – DTM am Nürburgring

dtm-nurburgring_053

Vom 9. bis 11. September fand das DTM Rennen am Nürburgring statt. Wir von der Import Society hatten das Glück und wurden von Hankook Reifen zu diesem Event als VIP´s eingeladen. Am Samstag Früh startete unsere Reise von Bayern aus in die 460km entfernte Eifel. Heute berichten wir im Blog von ap Sportfahrwerke.

Treffpunkt für uns war das Steinberger Hotel in Bad Neuenahr. In diesem imposanten Hotel waren wir als Gäste untergebracht. Wir checkten in unser vorreserviertes Zimmer ein und wurden danach von dem Hankook Team freundlichst begrüßt. Es gab eine kleine Übersicht über das Tages- bzw. Wochenendprogramm und man übergab uns den VIP Pass. Zum Rund um Sorglos Programm gehörte auch ein Shuttleservice der zwischen dem Hotel und dem Nürburgring pendelte. Kurz nach der Begrüßung ging es dann auch schon los in Richtung grüne Hölle.

dtm-nurburgring_032

Am Nürburgring angekommen wurde man erstmal einmal geflasht. Von fern und nah hörte man Motorengeräusche und die Straße vor dem Ring war eher eine Show Meile für jegliche Art von Fahrzeugen, sei es Motorrad, KFZ, Custom Umbau, Rennwagen oder ähnliches. Hier war für jeden etwas dabei. Wir liefen von der Bushaltestelle durchs alte Fahrerlager zur Hankook Lounge. Diese lag inmitten des Fahrerlagers an der NGK Schikane. Im Ersten Moment waren wir sprachlos, vor uns erschien eine zweistöckige 500 qm große Lounge die eher die Bezeichnung Villa verdient hätte.
In der Lounge angekommen wurden wir ins obere Stockwerk geführt, wo nette Damen mit Sekt auf uns warteten um uns zu begrüßen. Nach einer kurzen Einführung wurden wir zu Tisch gebeten und mit einem 3 Gänge Menü verwöhnt. Der Sternekoch verwöhnte uns mit einer Vorspeise, drei möglichen Hauptspeisen und einer süßen Versuchung zum Nachtisch. Wenn die Gläser nur ansatzweise leer waren erschien eine der freundlichen Bedienungen um die Gläser wieder aufzufüllen.

Nach dem Essen erkundeten wir das Fahrerlager, die Dekra Lounge und die DHL Lounge waren unsere direkten Nachbarn. Auch diese waren in einem Wort – RIESIG. Im Fahrerlager konnte man zusätzlich zu den DTM Autos auch die Fahrzeuge des Rahmenprogramms bestaunen. Beim Audi TT Cup und beim Porsche Cup zeigten die Rennteams was man aus einem fast seriennahen Auto für den Rennbetrieb alles herausholen kann. Man konnte den Rennteams beim Schrauben und Reparieren der einzelnen Fahrzeuge zusehen. Es wurden mit viel Liebe die Fahrzeuge nach dem Rennen geputzt. Felgen wurden abgeschraubt und von innen geputzt. Köpfe verschwanden in Radkästen um Bremssättel zu reinigen und die unzähligen Carbonteile wurden von Fliegenresten oder ähnlichem befreit. Ganz getreu nach dem Motto „Clean it – because Racecar“.

dtm-nurburgring_001

Die Cups zeigten spannende Battles und rasende Fahrer. Wem das Rahmenprogramm noch nicht reichte konnte beim Formel 3 Rennen zusehen und den Teams beim Schrauben über die Schultern schauen. Die Formel 3 Teams zeigten sich sehr offen und freundlich. Am Nachmittag erfolgte dann das erste Rennen. Die DTM Autos rauschten in zahlreichen Runden an uns vorbei und boten sehr knappe und oft kontaktreiche Fahrmanöver.

„Samstag“

Mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg im Samstagsrennen auf dem Nürburgring hat Marco Wittmann seine Führung in der DTM-Fahrerwertung ausgebaut. Der BMW-Pilot gewann bei angenehmen spätsommerlichen Bedingungen das Rennen nach 30 Runden mit 7,136 Sekunden Vorsprung vor seinem Markenkollegen Tom Blomqvist. Für Wittmann ist es der achte Sieg seiner DTM-Karriere und der dritte in der Saison 2016. „Unglaublich. Das war ein tolles Rennen“, sagte er nach dem Rennen. „Ich hatte einen guten Start und habe versucht, keine Fehler zu machen. Ich bin die ganze Zeit Vollgas gefahren um den Fokus und die Konzentration hochzuhalten. Das ist ein besonderer Sieg – vor allem für mein Team RMG und Teamchef Stefan Reinhold. Für die Jungs ist der Nürburgring ein Heimspiel.“
Das Podium in der Eifel komplettierte Jamie Green, der im Audi RS 5 DTM als Dritter die Zielflagge sah. Markenkollege Edoardo Mortara wurde Vierter vor Timo Glock in einem weiteren BMW.
In der DTM-Fahrerwertung hat sich Wittmann mit seinem Sieg einen Vorsprung von 35 Punkten herausgearbeitet. Mit 155 Punkten liegt er auf Platz eins vor Wickens (120 Punkte), Green (119 Punkte) und Edoardo Mortara (112 Punkte). Eine Vorentscheidung um Titel ist bei noch fünf ausstehenden Rennen und 125 zu vergebenden Punkten nicht gefallen.

Am Abend lockte uns dann ein Flying Buffet wieder zurück in die Hankook Lounge. Es gab eine kurze Eröffnungsrede vom Hankook Chef mit ein paar interessanten Infos bei welchen Rennserien Hankook Hauptsponsor ist. Die DTM ist klar, genauso wie der TTs und Porsche Cup. Die Formel 3 fährt ebenfalls ausschließlich auf Hankook Reifen.  Die Formel 4 in England, Spanien und Nord Europa wird ebenfalls von Hankook versorgt. Somit kann Hankook mit recht sagen, dass der Reifenhersteller viel Rennerfahrung hat und das auch bei Seriennahen Autos.

Als Abendprogramm besuchten die Lounge einige Rennfahrer. Darunter war Eduardo Montara der gebürtige Schweizer mit italienisch/französisch/schweizer Staatsbürgerschaft.
Als nächstes kam Marco Wittmann. Für ihn war es ein perfekter Renntag. Für ihn ist körperliche Fitness sehr wichtig. Während des Rennens fühlt er sich als ob er “Mit dem Ski Anzug in der Sauna sitzt ” Er ist nicht nur als DTM Fahrer aktiv sondern auch beim 24 Stundenrennen. Es folgten noch weitere Fahrer mit aussagekräftigen und auch informierenden Mitteilung. Die Fahrer standen für Fotos und Autogramme zur Verfügung. Alle waren sehr freundlich und es herrschte eine ausgelassene Stimmung.

Eine kleine aber sehr ausdrucksstarke Band, lud dann noch zum Tanzen ein. Die Liveband Pfund sorgte für eine ordentliche Stimmung und der Sänger konnte mit seiner Stimme für richtige Gänsehaut sorgen wenn er Balladen sang. Wer zurück ins Hotel und in sein Bett wollte konnte sich für einen der stündlich fahrenden Shuttle Busse entscheiden.

„Sonntag“

Nach einer erholsamen Nacht und einem stärkendem Frühstück ging es wieder an den Nürburgring. Heute entschieden wir uns mit dem Auto dorthin zu fahren. Die Landschaft der Eifel ist sehr schön und auch außerhalb der grünen Hölle kann man auf den Straßen seinen Spaß haben. Kurvige enge Straßen sorgen für ein Lächeln beim Fahren.
Am Ring angekommen schauten wir uns in Ruhe einmal den Eingangsbereich mit dem Nürburgring Infocenter an. Hier kann man gemütlich durch den Ring Shop schlendern. Einige weitere namenhafte Marken wie Audi, Nissan, Hankook, KFZ Teile 24 und noch viel mehr waren mit Shops und Ausstellungsflächen vertreten.

An der Hankook Lounge angekommen gab es wieder etwas fürs leibliche Wohl. Nach dem Essen konnte man sich das Training ansehen. Wir genossen die super Aussicht vom Balkon der Lounge.

Nach dem Training konnten alle Besucher des Fahrerlagers zum offiziellen Pit Walk gehen. Uns schien so, dass alle Besucher auf einmal in die Boxengasse strömten. Daher war es kein Wunder, dass es bei den ersten Boxen zu Stau ähnlichen Verhältnissen kam. Jeder wollte in die Box sehen und am besten noch ein Autogramm vom Fahrer inkl. Foto. Wir ließen die ersten Boxen aus und fingen in der Mitte an, hier herrschte deutlich mehr Freiraum. Wir ergatterten ein paar Autogramme der Fahrer und konnten die Boxen und die Rennteams etwas genauer betrachten. Wer wollte konnte sich die Kommandostände der Teams etwas genauer ansehen – aber bitte nur schauen nicht anfassen.

Nach ca. 30 Minuten die einem viel kürzer vorkamen wurde die Masse langsam aber deutlich aus der Boxengasse geführt.

Uns war dies aber eigentlich noch nicht genug, wir wollten mehr sehen und näher ran an die Fahrer sowie deren Autos. Aber uns blieb nichts anderes übrig als mit der Masse aus der Gasse hinauszugehen. Wir gingen wieder zur Lounge um uns vor dem Start noch etwas zu erfrischen und den Durst zu stillen. Das war auch unser Glück. Kaum in der Lounge angekommen kam Herr Berck auf uns zu und fragte ob wir nicht Lust hätten etwas Start-Ziel-Linien Luft zu schnuppern. Wir bekamen die „wichtig wichtig Karten“ und gingen wieder Richtung Boxengasse. Aber dieses Mal gingen wir weiter zur Startaufstellung. Auch hier herrschte wieder ein reges Treiben. Die Teams bereiteten sich in den letzten Zügen vor. Reifen vorwärmen und die Motoren auf optimale Betriebstemperatur kühlen. Im Rahmen der Fahrerparade cruisten die Fahrer über die Strecke. Alle bitte schön freundlich, lächeln und winken. Wir beobachten die TV Reporter wie sie Promis und Rennsportlegenden interviewten und rund um das DTM Wochenende befragten. Wir schauten uns das ein oder andere DTM Fahrzeug etwas genauer an. Bemerkenswert war bei jedem Fahrzeug das breite Heck mit riesigen Diffusoren. Bei den Fronten sprangen einem diese großen Carbonsplitter förmlich an. Wenn man in die Autos blicke merkte man, dass diese von der Temperatur sehr kalt waren und die Technik im Auto glich eher einem Raumschiff. Das Equipment das die Rennteams mit sich rumschleppten war sehr umfangreich. Von Werkzeug über Zusatzbaterien über Heiz- und Kühldecken bis hin zu Abdeckungen für die Front, dass die kalte Luft nicht aus dem Motorraum entweicht. Als die Fahrer von der Fahrerparade zurückkamen wurde alles etwas hecktisch, es bildeten sich Trauben aus Reportern und Fans und jeder wollte noch ein letztes Wort oder ein letztes Bild. Dann wurden wir auch schon wieder von der Rennleitung vom Platz verwiesen. Jeder der nichts im Startbereich zu suchen hatte musste gehen. Das war aber auch gut so, sonst schaffte man es nicht rechtzeitig zu seinem Tribünenplatz um sich gemütlich das Rennen ansehen zu können.

Das Rennen war sehr abwechslungsreich und spannend.

Ein guter Start und eine perfekte Strategie waren die Erfolgsfaktoren für den dritten Sieg von Edoardo Mortara in diesem Jahr. Der Audi-Pilot gewann das 14. DTM-Saisonrennen auf dem Nürburgring souverän und hat sich damit in der Fahrerwertung auf den zweiten Platz vorgeschoben. Lucas Auer, der im Mercedes-AMG C63 DTM von der Pole-Position gestartet war, wurde Zweiter vor BMW-Pilot Marco Wittmann. Dieser verteidigte mit Platz drei seine Führung in der Fahrerwertung. Das Rennwochenende am Nürburgring besuchten laut Veranstalter 72.500 Zuschauer.
„Das war ein tolles Sonntagsrennen“, fasste Mortara den Tag im Ziel zusammen. „Unser Auto läuft super, auch wenn wir das gestern nicht zeigen konnten. Mit dem Ergebnis heute bin ich natürlich sehr zufrieden.“ Bereits beim Start konnte Mortara zwei Positionen gut machen und auf Platz vier vorfahren. Mit einem langen ersten Stint und nach einem schnellen Boxenstopp in Runde 28 kam er direkt hinter Auer zurück auf die Strecke – sieben Runden später übernahm er die Führung und fuhr zum Sieg.
Auer, der mit 3,726 Sekunden Rückstand auf den Sieger ins Ziel kam, hatte seinerseits 3,800 Sekunden Vorsprung auf den drittplatzierten Marco Wittmann. Der musste aber in den letzten Runden noch um seinen Podestplatz bangen, als Mattias Ekström ihm gefährlich nah kam. Doch Wittmann rettete seinen Platz. Entsprechend groß die Freude bei dem BMW-Piloten: „Am Ende war es wirklich sehr eng. Aber ich bin mit dem Rennen zufrieden. Der frühe Boxenstopp war sicher ein kleiner Nachteil. Das war insgesamt ein nahezu perfektes Wochenende für mich und mein Team RMG.“
In der DTM-Fahrerwertung führt nach 14 von 18 Rennen weiterhin Marco Wittmann (170 Punkte). Neuer Zweiter ist Edoardo Mortara (137 Punkte), der Robert Wickens (120 Punkte) auf Platz drei verdrängt. Der Kanadier blieb am Sonntag als 14. ebenso ohne Punkte wie Jamie Green (119 Punkte). Der musste nach einer Kollision mit Gary Paffett eine Durchfahrtstrafe antreten und kam auf Platz 17 ins Ziel.

Nach dem Rennen verabschiedeten wir uns in der Hankook Lounge vom Hankook Team, dass uns sehr freundlich und zuvorkommend das ganze Wochenende über verwöhnt hat. Wir machten uns auf den Weg zum Auto um die lange Heimreise anzutreten.
Abschließen möchten wir uns noch einmal bei Hankook und dem Team bedanken und sagen wir kommen gern wieder zu Hankook und an den Nürburgring.

Erfahrungsbericht: Import Society
Bilder: Import Society