Räderreparatur wirbelt innerhalb der betroffenen Branche „Staub“ auf

Sehr emotional wurde die Pressemeldung zum Thema Räderreparatur von der betroffenen Branche aufgenommen – besonders unter dem Gesichtspunkt, dass die mit dem BMVI abgestimmte Verlautbarung „Grundsatzpapier zur optischen Aufbereitung von Leichtmetallrädern“ seit fast 6 Jahren bekannt ist. Dabei geht es nicht darum, ob Zweifel daran bestehen in wie weit fachmännisch reparierte Leichtmetallräder den Prüfvorgaben der Räderrichtlinie entsprechen könnten oder nicht.

  • Fachmedien berichten ausführlich über tatsächlichen Sachverhalt
  • GRIP – Das Automagazin beabsichtigt Medienbeitrag zum Thema
  • Teilnehmer der Reparaturbranche reagieren teilweise mit abenteuerlichen Argumenten

Der Sachstand war und ist, dass derzeit keine behördlich zugelassene zerstörungsfreie Prüfmethodik existiert und somit kein Nachweis für die Straßenzulassung reparierter Leichtmetallräder erbracht werden kann.

Der Begriffsdefinition „Reparatur“ und „optische Aufbereitung“ kommt dabei eine maßgebliche Bedeutung zu. Vielfach wird diesbezüglich allerdings nicht ausreichend unterschieden, was zu Irritationen führt. Dabei ist die Unterscheidung recht einfach: Räder die über das die im Grundsatzpapier festgelegten Regeln der optischen Aufbereitung hinaus bearbeitet wurden, entsprechen nicht mehr dem genehmigten Prüfmuster – sie sind somit als nicht geprüfte Räder anzusehen. Dementsprechend erlischt bei der Verwendung derart reparierter Räder im öffentlichen Straßenverkehr die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs. Das gilt bis zum Zeitpunkt einer behördlich bestätigten Prüfmethodik für reparierte Räder.

Peugeot 206 - David Paul

Der eine oder andere Reparaturbetrieb glaubt in Anbetracht eines vom „TÜV zertifizierten Reparatursystems“ und Ignorierung der o.g. Fakten gar Arbeiten auf gesetzlicher Grundlage anzubieten – so zumindest formuliert in der Pressemeldung eines Reparaturanbieters. Verschiedene Fachmedien haben die Thematik bereits aufgegriffen und sachlich dargestellt. Das Automagazin GRIP beabsichtigt das Thema ebenfalls medial zu bearbeiten – in Sachen Räderreparatur bleibt es also hochinteressant.

Hier findet ihr nochmals den anderen Beitrag zum Thema: http://blog.ap.de/?p=6983

Text: VDAT – Verband der Automobil Tuner e.V.

Bilder: ap Sportfahrwerke GmbH