Das große ap Fotoshooting 2016 – Autos, Mädels und ein aufregendes Wochenende

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Ein monatelanges Casting, neun zauberhafte Models, elf der coolsten Autos verschiedener Marken, Jahrgänge und Styles, eine Handvoll Fotografen, eine Harley, Visagistinnen, Assistenten, Helfer und fünf absolut einmalige Shootinglocations. Dies alles sind die Zutaten für das aktuelle ap Fotoshooting 2016. Ich durfte wieder einmal Zaungast sein und ich muss sagen, die Jungs und Mädels haben sich abermals selbst übertroffen.

Das ap Fotoshooting ist inzwischen ein jährliches Topevent in der Auto- und Tuningwelt. Jahrelange Erfahrung und sorgfältige Vorbereitung sorgen ebenso wie die Interaktion mit der Szene für ein perfektes Ergebnis. Damit ihr auch einen Blick hinter die Kulissen werfen könnt, nehme ich euch jetzt mit auf meine ganz persönliche Reise zu einem der spannendsten, stürmischsten, lustigsten und erfolgreichsten Wochenenden des Jahres.

Die Vorbereitung

Seit Monaten castet ap auf Facebook Models und Autos. Als externer „Schreiberling“ habe ich genau so viel oder auch wenig Einfluss und Einblick auf das Casting wie jeder von euch. Ich verteile hier und da ein Like an Autos und Mädels die ich kenne oder die mir gefallen. Der Rest wird auch für mich stets eine Überraschung. In jedem Fall mag ich die Art, wie die geballten Stimmen der Community das Shooting beeinflussen können und wie damit eben auch die Leute aus der Szene integriert werden. Am Freitag, den 17 Juni ist es dann soweit. Das ap Team trifft sich vorab in Gaildorf, beim Firmensitz der Firma. Ich bin noch zuhause in München und fahre erst morgen früh. Abends trommelt der Regen noch ohne Unterlass an mein Fenster und ich mache mir ein wenig Sorgen.

Die Ankunft

Eine unruhige Nacht und rund 250 km später rolle ich ans Ziel. Überraschung, es regnet. Noch eine Überraschung, das super exklusive Shooting am Morgen auf einem Flugplatz habe ich bereits verpasst. War da ein Shooting mit einem Millionen teuren Privatjet? Tatsächlich, ich glaube ich brauche mehr Informationen. Thomas von ap hat mich indes per Handy zu einem Schulzentrum geführt. Ob der miesen Witterung wird aktuell in einem Graffiti übersäten Tunnel geshooted. Autos müssen auf engstem Raum umgeparkt werden. Fotografen machen Licht- und Blitzexperimente. Nimmermüde Autobesitzer putzen fleißig wieder und wieder ihre Schätzchen. Die Stimmung ist trotzdem gut. Alles sind happy und machen das Beste aus den äußeren Umständen. Ich trage T-Shirt, Hemd und Jeans und mich fröstelt es in dem zugigen Tunnel heftigst. Die Mädels die da in Unterwäsche oder weniger vor den Autos posen sind echt hart drauf und sehr professionell. Respekt! Inzwischen schüttet es derart, dass das Wasser über die Drainagen in den Tunnel läuft. Alles egal. Sonja, unsere Vortänzerin, macht sogar den Vorschlag sich fürs nächste Foto in ihren super engen Hotpants auf den Boden zu setzen. Da würde ich mich ja nicht mal mit einem Desinfektionstuch hinsetzen, wenn ich Hotpants anhätte. Gut, wenn ich Hotpants anhätte wäre das vermutlich das Geringste meiner Probleme, aber das ist eine andere Geschichte. Von irgendwo ruft das Catering „LKW“. Ich bin verwirrt als man mir daraufhin „Leberkassemmen“ – wie wir in Bayern sagen – in die Hand drückt. LKW? LKW? Erst am nächsten Tag geht mir auf, dass das Ding im hiesigen Dialekt evtl. Leber-Käs-Weckle oder so etwas genannt wird. Egal. Das Weckle ist heiß und heiß ist gut.

Die Locations

Nach Flughafen und Graffititunnel gab es übers Wochenende verteilt noch drei weitere Locations an denen gearbeitet wurde. Ein Schrottplatz, eine Innenstadt und ein Sägewerk. Zu letzterem machte ich mich dann langsam auch mal auf. Nachdem ich mehrere Stunden im zugigen Tunnel auf Stimmenfang gewesen bin und Eindrücke gesammelt habe, nachdem die ganze Crew bei den obligatorischen 10 Sonnenminuten pro Stunde immer „schnell raus gelaufen ist“ um sich dann wieder in den Tunnel zurück zu ziehen war ich bereit für was Neues und als einziger im Team hatte ich auch die Möglichkeit frei zu entscheiden wo ich mich wie lange aufhalte. Also rumpelte ich über eine regennasse, etwa 10 km lange Straße durch die Hügel Baden Württembergs in ein völlig abgelegenes Sägewerk. Dort erwarteten mich Amazonen, Rauchgranaten und die andere Hälfte der Modells und Autos, denn hier wurde gleichzeitig mit einem zweiten Fototeam gearbeitet.

Die Autos

Das Fotoshooting einer Firma für Sportfahrwerke besteht natürlich vor allem aus einem, nämlich aus richtig guten Autos. 11 Stück sind aus dem Casting als Sieger hervor gegangen und wurden auf den unterschiedlichen Locations ins richtige Licht gerückt. Im Einzelnen waren dies:
• Audi S3 Limousine aus dem Jahr 2015 in schwarz-rot, mit Tieferlegungsfedern und Audi Exklusiv Ausstattung innen von Jens.
• 1er BMW in einzigartiger Optik mit komplettem Außen- und Innenausbau, fahrzeugspezifischem Soundsystem und 19 Zöllern von Sascha.
• 330ci E46 Cabriolet in dezent glänzendem Schwarz mit zahlreichen Sattlerarbeiten, Fahrwerks- und Felgenveränderungen, sowie M2 Paket von Vincent
• Ford Focus ST mit Seiten füllenden Aus- und Umbauten, 330+ PS, Sonderlackierung in electric-orange metallic und schwarz glanz und alles selbst gemacht vom Besitzer Bastian.
• Mini Cooper R50 von Christian mit zahlreichen Änderungen, von den Recaro Pole Position Sitzen bis hin zum Soundsystem, vom Käfig bis zu den zahlreichen Lackierarbeiten.
• Nissan 350Z als Tracktool von Dominik, ausgeräumt und entrümpelt, Schalensitzen, Splitter, BBS Felgen, 6-Punktgurte, Carbon Heckflügel uvm.
• Opel Astra G aus 2002 von Andree, 309 PS und 430 Nm, Hammer Airbrush mit Candylack, kompletter Hifi Ausbau und auch sonst alles gemacht, von den König K5000 Schalensitzen über den belederten Himmel bis zum Wiechers Überrollbügel.
• Opel Astra G aus 2002 von Bianca, ebenfalls mit atemberaubender Airbrush Arbeit und allem sonstigen wie selber gebauter Ansaugung, Gruppe A Auspuffanlage, HiFi Ausbau, orangen Halbschalensitzen uvm.
• Peugeot 206 aus dem Jahr 2000 mit LSD Türen, Paul Walker Airbrush, Clemens Motorsport Bodykit, Hifi Ausbau, 17 Zoll Felgen und Ap-Gewindefahrwerk sowie vielen weiteren Details von David.
• VW Golf II R32 von Markus in einer tollen Farbmischung braun/beige. Innen jede Menge Leder und ein Hifi Ausbau, außen Rallye Front, Corrado Scheinwerfer, BBS 17 Zoll und noch ganz viel mehr.
• VW Golf III GTI von Jörg im 90s Stil mit einigen modernen Komponenten. 200 Zellen Edelstahl Kat, 70mm Edelstahl Abgasanlage als Einzelanfertigung, Schrick spezial Nockenwelle, Sparco Vollschalensitze und, und, und.
Alles zusammen eine wirklich beeindruckende Ansammlung von Tuninghighlights mit viel zu vielen Details um sie hier alle aufzuzählen. Ich könnte ohne Probleme für jeden Wagen einzeln einen zweiseitigen Bericht schreiben. Besonders schön fand ich persönlich die Geschichte von Andree und Bianca, die nicht nur zufällig beide einen Astra G fahren und ihr Hobby teilen, sondern die auch im wahren Leben ein Paar und sogar verheiratet sind.

Die Girls

Natürlich werden sportliche Autos traditionell am Besten von hübschen Mädels ergänzt. Wir hatten derer 9 vor Ort und damit ich ihn nicht unterschlage, ein männliches Modell gab es zu Unterstützung auch noch. Manche der Mädels hatten sich schon öfters beworben, es aber nie in die Endrunde geschafft, nur Sonja war sogar letztes Jahr schon dabei. Monique hat dieses Jahr z.B. ihren zweiten Versuch gewagt und ist – O-Ton – als sie die Zusage bekam über den Flur ihrer Berufsschule gehüpft. Sie hatte zwar schon einiges an Erfahrung als Alternativmodel gesammelt, die Tuningszene war jedoch Neuland für sie. Peggy und Nicole bekamen vor Ort zusammen ein Zimmer und haben erst mal am Freitag Abend mit einem Sekt angestoßen. Jede war mehr oder weniger überrascht als die Zusage für das Shooting kam und bevor ich von Dingen spreche, von denen ich nichts mitbekommen habe, hier noch einige Originaltöne von einigen der Mädels:
„Das Briefing machte Mega-Lust auf die kommenden Tage….Thema Kriegerinnen im Holzwerk absolut genial…konnte super meine sportliche Seite einbringen…das Wochenende war der absolute Kracher und das favorite Shooting meines Lebens!“ Nicole
„Ich konnte es nicht fassen, das Kücken aus Sachsen wurde ausgewählt…ich war stolz und glücklich…es war das schönste, anstrengendste und lustigste Shooting was ich je hatte…geiles Wochenende…jederzeit wieder!“ Monique
„Samstag sowie Sonntag war der absolute Hammer…geile Locations, schicke Autos, liebe Visas`s und super Fotografen…das hat alles übertroffen was ich bis jetzt gemacht habe…das hat alles mega viel Spaß gemacht, tolle Erfahrungen gemacht und nette Leute kennen gelernt.“ Peggy

Resümee

Ihr seht schon, alle waren begeistert, die Stimmung war top und die Bilder sprechen, da zumindest bin ich mir sicher, für sich. Für mich persönlich war es das zweite Jahr, an dem ich beim Shooting dabei sein durfte. Ich mag die Mischung aus professioneller Organisation und Arbeit auf der einen Seite und menschlichem Miteinander mit jeder Menge Spaß vor Ort auf der anderen. Deshalb freue ich mich jetzt schon auf das große ap Fotoshooting 2017!

Text: Andreas Leffler

Bilder: ap Sportfahrwerke GmbH, Michael Schultz, Tobias Huber, Marco Hoffmann