Die Mercedes A-Klasse – Ein neuer Stern am Himmel der Kompaktklasse

A-Klasse

Ein lauer Sommerabend, die Fenster sind unten, das Schiebedach auf und mit seinem Lieblingslied auf den Lippen saust man über eine kurvige Landstraße. Weit und breit kein anderes Auto und plötzlich schlägt das Klischee zu. Vor einem tuckert eine silberne A-Klasse der Modellreihe Elchtest über die Piste. Am Steuer ein silbergrauer Gentleman oder eine ältere Dame auf Einkaufstour, die Durchschnittsgeschwindigkeit 60 km/h. Damit ist jetzt Schluss! Seit 2012 wurde aus dem beliebten Renter- und Familienfahrzeug eine moderne und agile Kompaktklasse mit Premiumanspruch. Passend zum brandneuen ap-Gewindefahrwerk wollen wir uns den Stuttgarter heute einmal genauer anschauen.

Ich erinnere mich noch als Mercedes 1982 mit dem 190er in den Startlöchern stand. Ein Mercedes für die Mittelklasse, Häme, Skepsis, der Untergang des Abendlandes. 30 Jahre später rauscht es wieder im Blätterwald. Nachdem der Mittelklassemercedes inzwischen zum Bestseller geworden ist kommen die Schwaben nun mit einem Kompaktwagen um die Ecke, einer direkten Konkurrenz zu Golf, Astra, 1er BMW und Audi A3. Kein Rentnermobil, keine Luxusklasse, viel mehr ein typischer Kompakter, der als AMG Version der Konkurrenz in vielen Tests um die Ohren fährt und der auch mit den kleineren Maschinen eine gute Figur macht.

Aktuell bekommt man eine neue A-Klasse etwa ab 23.700 Euro. Gebrauchte Modelle gibt es fast neu für ca. 20.000 Euro, etwas Ältere schon für viele Tausend weniger. Ich habe mir für den Test extra ein relativ neues, günstiges und dennoch schickes Modell gewählt, einen Wagen, den sich vielleicht Hans und Helga Mustermann auch so zusammen stellen würden. Ich fahre deshalb heute einen A-180 Benziner mit der 1,6 Liter Maschine die über 122 PS verfügt. Den 5-Türer gibt es in der Grundausstattung, als Style, als Urban oder mit dem AMG Paket. Auch hier habe ich die gesunde, obere Mitte gewählt und mich für das „Urban“ Paket entschieden. Für knappe 1800 Euro Aufpreis beim Neukauf bedeutet dies: 17 Zoll Alus, zweiflutige Auspuffanlage, schicke Kombiinstrumente, und Sportsitze in Ledernachbildung & Stoff. Darüber hinaus gibt es in meinem Wagen das Audio 20 System mit Map Pilot, einen Park Assistenten, Xenon-Scheinwerfer, eine Sitzheizung und einige andere Goodies zu finden.

Steigen wir also ein. Die Sitze sind nicht nur schick sonder fühlen sich auch auf Anhieb gut an. Sportliche Sitze mit Nackenstützen die auch für 2-Meter-Männer noch tauglich sind, dazu eine passable Aufpolsterung und jede Menge mechanische Verstellmöglichkeiten. Außerdem lässt sich das Lenkrad in der Höhe und vor allem auch ziemlich großzügig in der Weite verstellen. Letzteres kommt mir sehr entgegen und ich finde im Handumdrehen eine perfekte Sitzposition. Ich frage mich warum das mit der Lenkradverstellung bei vielen anderen Fahrzeugen oft nicht so gut geht, das kann noch nicht so teuer und schwierig sein. Hier jedenfalls ist es perfekt. Auch ansonsten ist die Innenraumanmutung auf den ersten und auch zweiten Blick schick und angenehm. Die Spiegel lassen sich elektrisch einstellen, die Fenster elektrisch öffnen. Dann rolle ich also mal los.

Das Hifi Audio System Audio 20 ist besser als der Name vermuten lässt und vermutlich für die meisten Normalnutzer ausreichend, zumal auch der Radioempfang Mercedes typisch gut ist. Das Map-Pilot Navisystem im 7“ Display ist ausreichend dimensioniert und kinderleicht zu bedienen. Letzteres kostet derzeit beim Neukauf 595 Euro Aufpreis. Ohne Zuhilfenahme von Handbuch erklären sich auch Multifunktionslenkrad und die meisten anderen Bedienelemente schnell selbst, zumindest für den geübteren Autofahrer. Alles sauber, alles korrekt, alles gut strukturiert, ein typisch deutsches Auto könnte man also sagen.

A-Klasse

Im Kofferraum findet sich Platz für 341 Liter Ladung was zwar keine Macht ist aber für mich ausreichen würde. Die Sitze auf der Rücksitzbank sind meines Erachtens ok, auch wenn hinter mir keiner mehr sitzen könnte, aber das ist bei wesentlich größeren Autos auch der Fall. Also auch hier kein Kritikpunkt.

A-Klasse

Kommen wir deshalb endlich zu den Fahrleistungen. Im Prospekt liest man 8,9 Sekunden von 0-100 km/h und 202 km/h Spitzengeschwindigkeit. Ich persönlich finde, dass der Motor gerade aus dem Stand ein bisschen Müde wirkt, zumindest hätte ich den Wagen eher auf 10 irgendetwas von 0-100 km/h geschätzt. Sobald die Fuhre aber rollt, geht alles von selbst. Ich denke für die meisten Normalnutzer ist die A-Klasse als 180er keine schlechte Wahl. Man kann damit durch die Stadt tuckern oder definitiv eine schöne Urlaubsreise machen. Nur für engagierte Autofahrer mit sportlichen Ambitionen würde ich einen Motor größer empfehlen, damit auch auf bei der Kurvenjagd im Hinterland so richtig Spaß aufkommt. Und da sind wir auch beim Thema Fahrwerk angelangt. Selbiges ist definitiv weder schlecht noch erinnert es an ein Rentner-Mobil. Aber auch hier – für sportlich ambitionierte Fahrer lohnt sich vielleicht der Gedanke an ein schickes Gewindefahrwerk von ap. Zusammen mit ein paar PS mehr unter der Haube hat man dann schnell ein richtig schickes und sportliches Fahrzeug mit dem guten Stern auf der Haube und jeder Menge Premium und Sportlichkeit unterm Blech.

Beispielbild ap Gewindefahrwerk

Beispielbild ap Gewindefahrwerk

Das neue ap-Gewindefahrwerk gibt es übrigens passend für alle Fronttriebler der aktuellen A-Klasse Baureihe. Eine Tieferlegung von 20-60mm kann damit erreicht werden und natürlich auch ein wesentlich dynamischeres Fahrverhalten. Und den ganzen Spaß gibt es schon für 569 Euro. Ich denke, eine gute Kombination. Zu finden im Onlineshop von ap.

Text: Andreas Leffler
Bilder: Andreas Leffler