Jimmy und der Tuninghype – die etwas andere Eröffnungsfeier

Eigentlich sollte es ein ganz normaler Samstagabend werden. Eine gediegene Eröffnungsfeier, ein bisschen Tuning und was zu essen. So war der Plan. Diesen Plan verfolgte aber Jimmy Pelka, Gründer und Geschäftsführer von PP-Performance und sein Team um Benedikt Karst augenscheinlich nicht.

Am “neu- zu eröffnenden” Firmengebäude in Karlsbad, dem Tuning Stützpunkt im Süden der Republik, wurde ich bereits von mehreren hundert PS in Empfang genommen. Seit 1998 ist Pelka und sein Team weltweit bekannt und konnten bereits in vielen Tuningmagazinen und im TV (GRIP & Co), sowie den Umbauten der “Fast7” Fahrzeuge in Abu Dhabi dem Zuschauer beweisen, was in Ihnen steckt. Prinzipiell ist “PP-Performance” eine ganz normale Tuningwerkstatt, die sich über jeden Kunden freut, der Fahrwerk, Auspuff oder Räder getauscht und optimiert haben möchte. Jedoch haben sich die Jungs besonders in leistungsstarke Fahrzeuge verliebt und versuchen mit neuster Technologie und maximalem Know-How das letzte aus jedem Motor zu kitzeln.

Auf der Eröffnungsfeier wurde unter anderem das neuste Projekt, ein Audi RS6 mit über 720 PS vorgestellt. Pelka bei der Präsentation: ” Keiner der Aventadors und 458er, die draußen stehen, könne es mit diesem Monster aufnehmen.“ Und keiner wagte sich, sein Veto einzulegen, denn wer Pelka kennt, weiß, dass er unter anderem mit den Scheichs keine einfachen Geschäftspartner an seiner Seite hat. Zumindest nicht, wenn es um maximale Leistungsausbeute geht. Denn das kann er und zwar verdammt gut! Und genau das machte ihn so erfolgreich, die gelungenen Geschäftsbeziehungen in die Arabischen Emirate. Dort ist Jimmy die Nr. 1, wenn es darum geht aus 550 Serien PS einfach mal 800 und mehr zu machen.

Insgesamt drei eigene Stützpunkte in Abu Dhabi, Österreich und jetzt in der Nähe von Karlsruhe, sowie Weltweit knapp 20 Partner-Werkstätten geben dem Erfolg mehr als Recht, denn in Gebieten wie Abu Dhabi, Dubai, Kalifornien und Co sitzen neben gutem Wetter eben die, die Pelka am liebsten um sich hat. Er ist aber nicht nur knallharter Geschäftsmann und Familienvater, sondern einer der Sorte, die mit ihrem Erfolg umgehen können. So bat er und sein Team auch uns, die “Tuningszene Karlsruhe“, ob wir die Eröffnungsfeier Supporten und mit einigen Showcars unterstützen können und wollen. So etwas lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen und haben alles mobilisiert, was die sozialen Netzwerke, leider außerhalb der Saison, hergeben konnten. Nichts desto trotz konnten wir einige coole Autos finden und haben uns neben Jimmys exklusiven Freunden und Kunden aus der Schweiz und Co auf dem Gelände eingereiht. Was aber bei der Promo besonders positiv aufgefallen ist, dass wir gemeinsam für eine einfache “Neueröffnung” über 1000 Zusagen generieren konnten. Das sind weitaus mehr, wie manche Clubs auf ihren “großen” Treffen auf die Beine stellen. Das hat uns und selbst Pelka etwas umgehauen.

Wie bereits in der Einleitung angekündigt, erwarteten mich bereits bei Ankunft, zwei Stunden vor offiziellem Beginn, hunderte PS. Diese waren sicherlich nicht auf VW Golf und 3er BMW aus der Szene zurück zu führen. Bereits kurz nach 16:00 Uhr rollte eine Armada erstklassiger Sportwagen aufs Gelände. Gute Freunde von Jimmy und Benedikt, wie ich den Begrüßungen entnehmen konnte. Gefühlt waren die ersten paar Tausend PS nun vollständig. Wir haben im Laufe des Abends mal einen kurzen Schnitt gemacht. Es befanden sich über das gesamte Event ca. 10.000.000 € (zehn Millionen) und über 80.000 PS (achtzigtausend) auf der Eröffnungsfeier. Ich habe noch nie so viele Aventadors auf einem Haufen gesehen. Als die Party dann aber offiziell um 16:00 Uhr begann und die Gäste in die durchaus schön dekorierte Werkstatt eingeladen wurden, verteilten sich die insgesamt ca. 600 Gäste auch recht schnell im Gebäude und dem “wirklich arschkalten” Außengelände. Ihr fragt euch sicherlich, warum man bei diesen mießen Temperaturen überhaupt draußen steht und feiert? Ganz einfach. Weil im zehn Minuten Takt weitere Luxuskarossen angerollt oder davon geflogen sind. Logischerweise musste sich jeder Supersportwagen auf seine Art und Weise von der Party verabschieden. Burnouts für den Weltfrieden war hier die Devise.

Die ganze Straße zum Firmengebäude ähnelte nach wenigen Minuten der Sachskurve, wenn die Driftchallenge am Ring ihre Runden dreht. Es war laut, es hat gestunken. Meterlange Stichflammen und knallende Klappenanlagen. All dies gehörte hier zum guten Ton. Ich, als Veranstalter habe die ersten 30 Sekunden etwas geschluckt, denn das können wir uns bei unseren Events nur genau einmal erlauben, dann war es das. Nach Rücksprache mit Benny zu den Ereignissen, zitiere ich ihn einfach kurz: “Willkommen bei PP-PERFORMANCE, mein Freund.”
Ich wusste, hier bin ich an einem Ort, wo Tuning noch mit Liebe zum Asphalt zelebriert wird. Nach der Knallparty und den F1 Starts der roten Flitzer hab ich mich dann auch mal im “warmen” unters Volk gemischt. Kleine Häppchen, Mini- Burger und Fingerfood für Alle. Hier hat man sich Gedanken um seine Gäste gemacht.

ROCKSTAR ENERGY versorgte alle Tuning-Partylöwen mit verschiedenen Sorten Energydrinks. For free, versteht sich. Ensinger sorgte für flüssige Abwechslung mit Mineralwasser und diversen eisgekühlten Fruchtschorlen. Im Eingangsbereich der Werkstatt fanden sich diverse Deko- und Promoartikel verschiedenster Tuning- Zulieferer ein und ein riesen PP Logo zierte die komplette Seitenwand der Werkstatt. Nebelmaschine, coole, gut durchdachte Beleuchtung unterstrichen zudem noch die fantastische Arbeit des Würzburger DJ´s “69ers”, der den gesamten Abend mit “New Oldschool” Musik die gesamte Meute bei Laune hielt.

Wenn man bereits von Energy die Schnauze voll hatte, konnte man sich am “Merchandise Stand” von PP mit neuster Ware eindecken. Shirts, Kennzeichenverstärker, coole Emaile Schilder und vieles mehr gab es hier für die Fans von Pelka & Co zu erwerben. Selbst Autogramme musste er schreiben und stand aber allen Gästen jederzeit für ein kleines Gespräch zur Seite. Im Prinzip war dieser Abend ein gelungener Start in die Karlsruher Szene für PP und zeigte einfach wiedermal, dass auch die “reichen Typen” ganz normale Kinder sind, wenn es um Autos geht. Ich habe mich mit einem Lambo Fahrer unterhalten. Ende 20, erfolgreicher Geschäftsmann aus der Schweiz, der um mein Safety Car rumschlich. Ich hab ihn angesprochen und er sagte mir, dass sein erstes Auto auch ein E36 war. Allerdings ein M3. Meiner aber deutliche cooler aussehen würde. Dann waren wir im Gespräch und im Prinzip geistig auf einem Level.
Uns verbindet im Prinzip doch alle nur das eine. Das Automobil. Und da spielt es keine Rolle, ob 600 PS oder 250.000 €. Wenn durch deine Adern 100 Oktan fließen, ist doch alles gesagt!

PP-Performance hat an diesem Tag das geschafft, was ich mir gewünscht habe. Eine gemütliche Einweihungsfeier mit allem was dazu gehört. Gepflegte Benzingespräche mit Freunden, Tunern, und neugierigen Besuchern. Eine coole Location mit Zukunftspotential und völlig auf dem Boden gebliebene Chefs, die einfach nur dazu gehören.
Ich werde sicherlich im Sommer auch mal einfach auf eine Coke bei den Jungs in Karlsbad vorbei schauen und mir mal anhören, was sie bis dahin noch so alles aus der Trick- und Tuningkiste gezaubert haben. Denn mein “Drive” im MODBALL M4 steht ja auch noch aus!!!
Wer es nicht auf die Party geschafft hat, fährt einfach mal dort vorbei oder besucht PP-PERFORMANCE an den ROCKFORD FOSGATE TUNINGDAYS in Karlsruhe, denn wie uns Jimmy vor laufender Kamera versprochen hat, werden sie mit einigen ganz leckeren Spielzeugen vor Ort sein und evtl. die ein oder andere Klappe vor der Bühne mal “öffnen”.
Mir hat es ein riesen Spaß gemacht und ich freue mich auf die nächste (Weihnachtsfeier) Party im Hause der erfolgreichen Tuner.

Bericht: Denis Phoenixx Marasciulo

Bilder: Denis Phoenixx Marasciulo