Zurück auf null! Ein furioser Vento beim ap Girl Shooting!

Trends? Was sind denn schon irgendwelche Tuning-Trends, wenn man wie Dennis Rauhut, zwar sein Hobby liebt, aber lieber auf dem Boden der Tatsachen bleibt. Der 22-jährige Berufskraftfahrer hat für „Stance“, „Hellaflush“ oder „OEM+ Style“ nicht viel übrig. Bei unserem Gespräch beim ap Girl Shooting verriet uns Dennis, dass er zwar krasse Showcars irgendwie cool findet und er auch kein großes Problem mit Trailerqueens oder nur bei bestem Wetter gefahrener Tuning-Cars hat, aber bei ihm steht eher doch das Fahren im Alltag im Vordergrund. Okay, das Fahren allein eigentlich nicht, denn was ihm an seinem Hobby genauso viel oder fast noch mehr Spaß macht, ist das Grübeln, was man mit seinem fahrbaren Untersatz am Ende machen soll.

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Während viele bei der Frage nach dem richtigen Auto oder gar Traumwagen kaum sofort eine Antwort wissen, muss Dennis gar nicht lange überlegen: „Mein Vento, das ist doch klar!“ Einen Vento? Vor zwanzig Jahren vielleicht; aber schon damals war die Stufenhecklimousine auf Golf III Bodengruppe in Deutschland fast ein Exot. Ganz anders in Nordamerika. Dort durfte die eigentlich dritte Reinkarnation des Jetta weiter Jetta heißen und musste sich mit keinem neuen Namen seine Käufer suchen. – Für den „Stufenheck-Golf“ trieb die Suche nach einer einprägsamen Modellbezeichnung seltsame (Stil)Blüten. Aus Jetta wurde Vento, aus Vento dann Bora, um 2005 wieder Jetta. – Kaum zu glauben, während hierzulande der VW Jetta bzw. Vento damals hinter vorgehaltener Hand selbst bei eingefleischten VW Fans als „Spießerblech“ bezeichnet wurde, war die Limo in USA viel populärer.

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Und was Dennis mit seinem Vento machen wollte, wusste er schon als Achtjähriger! Glaubt ihr nicht? Dann schaut mal auf das Matchboxauto, das ap Girl Selina in ihren zarten Händen hält. „Das Spielzeugauto habe ich damals geschenkt bekommen“, erinnert sich Dennis. Weißer Lack und blaue Decals auf einem Vento bzw. Jetta, da klingeln doch die Alarmglocken. Richtig! Da war was mit Lachgas und Straßenrennen – genau! In „the Fast and the Furious“, dem Kultstreifen von 2001, ging es nicht nur um „aufgebrezelte“ JDM-Bomber und Co., sondern auch ein schicker Jetta war mit von der Partie. 

Während Vin Diesel und der leider schon Ende November 2013 tödlich verunglückte Paul Walker mit ihren Alter Egos mit Mazda RX-7, Mitsubishi Eclipse, Toyota Supra und Co. unterwegs waren, spielte ein VW Jetta eine Nebenrolle. „Den Jetta fuhr im Film Jesse und als ich dann als Knirps den Film auf DVD sah, war ich hin und weg, dass da mein Spielzeugauto mitfährt“, schwärmt Dennis. „Und als eingefleischter VW-Fan wusste ich, wenn ich jemals einen VW tune, dann wird’s so einer!“

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Klar, eine 1:1 Replika hat der „Trucker“, dann doch nicht auf die vier Sparco Asetto Gara in 7,5 x 17 Zoll stellen können, aber dafür ist Dennis‘ Vento ganz nah dran. „Ich habe mir sogar NOS-Fake Flaschen gekauft und schon die Rückbank rausgeschmissen. Aber zum ap Girl Shooting bin ich noch nicht ganz fertig geworden, schließlich fehlte da auch noch mein Käfig.“ Da hat jemand wohl noch ganz viel vor. Aber auch die am Vento bereits zum ap Fotoshooting umgesetzten Modifikationen können sich sehen lassen. Vor allem weil man heutzutage Dennis‘ durchgezogener „Fast-and-Furiuos-Look“ fast sehr selten geworden ist. Selbst in angesagten Tuningzeitschriften oder VW-Magazinen ist von so einem Style kaum noch was zu sehen.

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Die Vento-Karosse hat der ap Shooting Teilnehmer mit einem importierten „Wings West“ GT-Schwellersatz und einer CSR-Lippe versehen. „Die Scheinwerferblenden, die der Jetta im Film trägt, bekommt man leider nicht durch den TÜV“, seufzt Dennis, dem es wichtig ist, dass seine Tuningmaßnahmen legal sind und den Segen der Kfz-Sachverständigen haben. Dank dem Teilegutachten für unsere ap Gewindefahrwerke ist dann auch eine Tieferlegung kein Problem und der Vento steht satt auf den bereits erwähnten Asettos.

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Seit dem Shooting hat sich natürlich wieder viel getan und Dennis hat uns mit weiteren Bildern versorgt. „Nach dem Besuch bei Euch habe ich mich mehr ans Interieur gewagt.“ Bei unserem Termin waren zwar schon die König Sportsitze, Schroth Gurte und das griffige Momo Volant eingebaut, aber anscheinend hatte unsere Fotografencrew mehr Augen für unsere scharfen ap Girls – was man(n) verstehen kann.

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„Und jetzt ist endlich mein Käfig an Bord!“ Highlight an Dennis‘ Vento sind natürlich die weiße Lackierung und die blauen Flammen, die das „Fast-and-Furious“-Thema gelungen aufgreifen.

„So weit wie möglich versuchte ich mich natürlich ans Original zu halten, aber ihr glaubt wirklich nicht, was da für Kurse aufgerufen werden.“ Egal, uns vom ap Blog Team gefällt der Vento im „Film-Jetta-Look“ einfach „mega“.

apheader

Dennis‘ Tuningstyle zurück auf Null ist momentan so außergewöhnlich, dass wir den furiosen Wagen auch auf unserer ap-Facebook-Seite als Headergrafik verewigt haben!

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VW Vento, Baujahr 1992

Bodykit:

CSR Frontschürzenansatz; Wings West GT Schwellersatz; Heckflügel

Exterieur:

getönte Rückleuchten; “theFastandtheFurious-Style”-Beklebung, Neulackierung

Räder:

weißlackierte Sparco Asetto Gara  in 7,5 x 17 Zoll ET35 mit Toyo Proxes in 205/40-17

Fahrwerk:

ap Gewindefahrwerk

 

Auspuff:

Beast Factory Edelstahl Endschalldämpfer

Innenausstattung:

Momo Sportlenkrad; rotlackierter Wiechers Überrollkäfig mit Kreuz; Lachgas-Flaschenimitate; König Sportsitze; “Killswitch”-Dummies in Mittelkonsole; Soundausbau

Und weil es so schön war, haben wir hier zum Schluss noch mal den originalen “the Fast and the Furious”-DVD-Trailer mit Dennis’ Helden verlinkt:

Bericht: ap Sportfahrwerke

Bilder: ap Sportfahrwerke, Dennis Rauhut