Bigger…Faster…Reisbrennen 2015

Am zweiten Wochenende im August trafen sich in der Lausitz wieder alle Anhänger der Japanischen Autokultur. Aus allen Himmelsrichtungen strömten die Nissan, Honda, Subaru, Mazda und Toyotafahrer inkl. aller anderen Japanisch und Koreanischen Automarkenanhänger an den Eurospeedway.

Das Reisbrennen ist Europas größtes Import Festival, das seit 11 Jahren ein Pflichttermin für Asia-Fans ist. Veranstalter Marco Thillmann (31) erklärte “Unser Festival wächst und wächst -Es gibt keine vergleichbaren Treffen dieser Größenordnung”.

Daher ist es auch nachvollziehbar das seit 2014 das Veranstaltungsgelände der Eurospeedway in der Lausitz ist. Das 4 km² große Areal bietet genug Platz für die Massen. Dieses Jahr waren wieder zig tausende Teilnehmer und Besucher vor Ort welche höchst wahrscheinlich für einen neuen Besucherrekord sorgten. Auf die Haupttribüne der Rennstrecke passen 25.000 Leute, während der Time Attack und ¼ Meile Rennen sowie Highspeed Driftshow waren diese Plätze sehr begehrt und fast voll.

Ab Freitag Früh konnten alle Besucher mit Wochenendticket auf das Gelände und in Ihrem jeweiligen Camping Areal einfahren und die Zelte Aufschlagen.

5 Areas werden beim Reisbrennen unterschieden. Diese unterscheiden sich nicht nur am Namen sondern auch an der Grundlage. Die Areas haben nichts mit der Autoqualität zu tun. Der VIP Bereich ist der Zentral gelegene Bereich mit den Kürzesten Wegen zu allen wichtigen Hotspots. Das Fahrerlager ist wie der Name schon sagt der Bereich in dem die Rennteams Ihren Platz haben. Hier findet man auch die Händlermeile. Das Infield ist der Bereich direkt an der Strecke, Silent Hill ist der ruhige abgelegene Bereich und Speedway befindet sich direkt hinter der Haupttribüne.

Am Freitag gab es viele Programmpunkte, so war für jeden Geschmack etwas geboten.
Drift Show sowie Drifttaxi in der Drift Area, das geführte Fahren auf der Rundstrecke, Highspeed Driftshow auf der Rundstrecke, freies Training der Timeattack Masters, Night Driftshow in der Drift Area sowie Beleuchtungscontest waren nur einige Programmpunkte an einem tollen Freitag. Wer dann noch nicht genug hatte konnte die Nacht zum Tag machen. Die „Reisbrennen Open Air Party” mit heißen Asia Chicks, Pole Dance & Stripshow heizten auch die Nacht ordentlich an.

Bei strahlendem Sonnenschein am Samstag früh wurde der Besuchertag und der Haupttag begrüßt. Neben Benzin war bei fast 40 Grad Celsius im Schatten, reichlich Wasser die wichtigste Flüssigkeit. Trotz der heißen Temperaturen ging es auf dem gesamten Gelände munter her.

Im Fahrerlager battelte man sich im DB und Show & Shine Contest. Die Hot Import Area war neu in diesem Jahr. Hierfür konnte man sich schon im Vorfeld bewerben um sein Schmuckstück im abgesperrten Bereich zu präsentieren. In der Driftarea rieselte es Gummifetzen  und der Asphalt und die Zuschauermengen kochten. Hierbei konnte man sogar im Drifttaxi mit dem Australischen Driftprofi Stewy Bryant auf der Beifahrerseite platz nehmen.

In der Händlermeile konnte man verschiedene Hersteller von Fahrwerken, Felgen, Tuningzubehör, Importeure sowie Tüv Spezialisten und einige besondere Fahrzeuge antreffen. Eins dieser Fahrzeuge war die Legende unter den Rennfahrzeugen der Gruppe A. Der Nissan Skyline R 32 GTR von HKS aus Japan. Diesen hatte man extra für das Reisbrennen eingeflogen.

IMG_9140

Auf der Rennstrecke war ein abwechslungsreiches und gut gefülltes Programm geboten. Freies fahren auf der Rundstrecke in den Klassen Street, Pro Street, Offen und Extreme an denen jeder nach Anmeldung und PS-Anzahl teilnehmen konnte. Während der Timeattack Masters konnte man sich die Qualifikation der Klassen Club, 2WD & 4WD und Pro & Extreme anschauen und anschließend das Super Lap Finale genießen.

Ein Highlight auf das alle Beteilgiten gespannt waren, war die Highspeed Drift Show im Turn 3 mit den Formula D Fahrern Ryan Tuerk und Chris Forsberg. Die Formula D ist sozusagen die Formel 1 des Driftsportes in Amerika. Die Profi Drifter waren in der Nissan Silvia von der Fail Crew und im IS 200 vom Team GT Radial unterwegs. Sie zeigten uns Zuschauern eine spektakuläre Show und demonstrierten Ihr Können im Twin Battle.

Nach einer Kurzen Pause ging es zum lang ersehnten Showdown. Letztes Jahr wurde das 1/4 Mile Rennen leider aufgrund eines Unwetters kurzfristig abgesagt. Daher war hier die Vorfreude von den Besuchern und den Rennteams doppelt so groß.
Die Highlights hierbei waren der Nissan GTR R35 von Materialmord mit 1411HP bei 1364Nm bei Lowboost gegen den Nissan Skyline R32 GTR mit RB 32 von SLAPIT Performance GmbH mit 1250 HP.

Wie immer eine super Veranstaltung die für jeden Asia Fan einen Besuch wert ist. Für viele unter ihnen ist es sogar ein muss. So auch für unserer Freunde von Import-Society bei denen wir uns für diesen Bericht und die Bilder bedanken möchten.

Bericht: Import-Society

Bilder: Import-Society