So schön ist “Cremissimo”: ein sportlicher “Daily” für den See und mehr

Beim Volkswagen-Konzern seien nach verschiedenen Medienberichten und Agenturmeldungen die “Sparwochen” angesagt und so manches Wolfsburger Modell stehe auf dem Prüfstand. Sogar den Scirocco soll es erwischt haben – mal wieder!

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Dabei verschwand das damals manchmal auch spitzzüngig als “Manta aus Wolfsburg” getaufte Coupé bereits 1992 schon einmal spurlos von der Bildfläche und kam erst wieder 2008 zurück in die Szene. Bis 1995 hatten aber alle VW-Sportcoupé-Fans wenigstens noch den Corrado (1988 – 1995) als “Ersatzwagen”. Und wenn der Scirocco wieder einmal “weggespart” werden sollte, dann möchte nicht nur das ap Team einen neuen Corrado.

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Auch Gregor mag den Typ 13, die aktuelle Generation des Scirocco, und das Coupé ist in seinen Augen beinahe perfekt. Recht hat der im Großraum Ingolstadt, der Hochburg getunter Audis, lebende Scirocco-Fan! So ist es auch kein Wunder, dass er die sportliche Linienführung seines auf den Namen “Cremissimo” getauften Coupés nicht mit wilden “Spoiler-Kreationen” oder gar radikalen Karosserie-Operationen verfremdete.

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“Obwohl mir der Scirocco sehr gefällt, ist er ab Werk doch wie jedes Serienauto ein wenig zu langweilig”, so der 33-jährige Kfz-Mechaniker. Mit feinen Details wie beispielsweise Scheinwerferblenden und einem Schürzenansatz von IN-Tuning (Ingo Noak Tuning) verfeinerte der Hobby-Koch das sportliche Scirocco-Gesicht weiter. Zusätzlich würzte Gregor mit einem beige-braunen Lack an Kühlergrill, Kühlerrahmen und den Stegen im Umfeld der Nebelscheinwerfer nach.

Sieht lecker aus. Genauso wie die mit dem hellen Braunton verfeinerten Außenspiegel und das Emblem.

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Auch die Seitenleisten und die schicken 20 Zoll Felgen von Advanti Racing Wheels tragen das auffällige Braun. Die rundum in 9 x 20 Zoll ET40 montierten Felgen im Design “Turba” sitzen dank der stimmigen Tieferlegung mit einem ap Gewindefahrwerk ansprechend in den Radhäusern. An der Vorderachse war sogar noch Raum für die Montage von 10 mm starken Distanzscheiben, wodurch sich die Einpresstiefe der Leichtmetallfelgen auf 30 mm änderte.

Vermutlich wird es die Bremsanlage schon verraten, aber Gregor hat auch bei der Motorleistung weiter nachgeschärft. Bei MTM wurde der “Puls” des Zwoliter TSI erhöht. Neben Eingriffen in die Elektronik (geänderte Einspritzmenge, höherer Ladedruck, …) kamen noch ein größerer Ladeluftkühler sowie ein Sportluftfilter hinzu. Weiters folgten ein Renn-Kat und eine Duplex-Auspuffanlage.

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Natürlich ist dies alles auch wieder schön mit Farbe, Porsche turbo Schriftzug und mehr schön angerichtet. Gregor ist in seiner Freizeit auch gerne in der Küche für kulinarische Gaumenfreuden zu Gange und bekanntlich isst das Auge ja mit. Übrigens, der Scirocco scharrt nun mit rund 310 PS im Asphalt.

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Spätestens beim Blick ins Cockpit wird klar, warum Gregor an der Karosserie punktuell immer mit dem beigefarbenem Lack für Akzente sorgte. In diesem Farbton zeigt sich auch teilweise das Interieur. Die Armaturen des aktuellen Scirocco sind dabei so schick, dass der Hobby-Koch und begeisterte Motorradfahrer in den mittleren Lüftungsdüsen nur noch digitale Zusatzinstrumente nachrüsten musste.

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Anstatt alles im Cockpit auf den Kopf zu stellen, konzentrierte sich der Scirocco-Veredler lieber darauf, der Heckschürze noch das gewisse Etwas zu verleihen. Für die bereits erwähnte Duplex-Auspuffanlage mit ihren Links-/Rechts-Endrohren modifizierte Gregor die Schürze so gekonnt, dass selbst das Heck eines Scirocco R nicht mithalten kann. Momentan spielt der Scirocco-Fan bereits mit dem Gedanken, an der Frontschürze für ein “OEM-Facelift” in Form einer R-Front zu sorgen. Aber bestimmt hat Gregor noch eine bessere Idee …

VW Scirocco III (Typ 13), Baujahr 2009

Bodykit:

IN Tuning Frontschürzenansatz (Ingo Noak); Eigenbau-Heckschürze, Scheinwerferblenden

Exterieur:

diverse Streben, Leisten, Embleme und Außenspiegel teilweise beige-braun lackiert; getönte Rückleuchten

Räder:

Advanti Leichtmetallfelgen in 9 x 20 Zoll ET40 mit 235/30-20

Bremse:

Vmaxx Bremsanlage (vorne)

Fahrwerk:

ap Gewindefahrwerk, 10 mm Distanzscheiben vorne

Motor:

1.984 ccm Reihenvierzylinder (CCZB), 155 kW (211 PS); größerer Ladeluftkühler, Sportluftfilter, Motorraum teilweise lackiert, “Porsche turbo Schriftzug”, MTM Chiptuning

Auspuff:

“Renn-Kat”, Duplex-Auspuffanlage

Innenausstattung:

beige-braune Teillederausstattung, diverse Beleuchtungen auf LED umgerüstet, Zusatzinstrumente

Fotos Peter Herforth