Zu Besuch bei Spoon Sports in Tokyo

> 10. Januar 2019

 

Wir von Import Society waren im Jahr 2018 drei Wochen in Japan unterwegs, auf den Spuren von japanischen Auto-Herstellern, Tunern und allem anderem rund um das Thema japanischer Car-Lifestyle.

Zu Beginn haben wir uns für die berühmte japanische Tuning Firma Spoon Sports Co., Ltd.  entschieden. Im westlichen Randgebiet von Tokyo liegt etwas versteckt, die kompakte Tuningwerkstatt mit separatem Bürogebäude. Spoon Sports steht für die Liebe und Leidenschaft zu Honda. Diese Liebe entstand, wie sollte es anders sein im Motorsport.
In den 70er Jahren begann diese Liebelei mit den  Honda N Modellen, diese Kleinautos, auch K-Cars genannt, waren sogar auf dem deutschen Markt verfügbar.

1988 wurde Spoon Sports Co., Ltd. gegründet und bietet die einzigartige Verbindung, aus dem optimalen Komfort und dem bestmöglichen technischem Fortschritt. Um diese Philosophie zu gewährleisten, hat  Spoon Sports Co., Ltd. ein hauseigenes Güte- und Prüfsiegel, das die Echtheit und die strengen Qualitätsansprüche nachweist.

Wir hatten das Glück und konnten den ersten Renn-Civic E-AT sehen, der in den späten 80er Jahren vom Firmengründer Tatsuru Ichishima, selbst gebaut wurde. Mit diesem Civic haben Ichishima und sein  Team auf den japanischen Rennstrecken nicht nur Erfahrungen sammeln können sondern auch einige Erfolge gefeiert. Dieser bekannte Civic war in einem bemerkenswert guten Zustand und man hätte theoretisch einsteigen und losfahren können. Ab den 90 Jahren eroberte Spoon Sports Co., Ltd. die ganze Welt. Sie drehten Ihre Langstreckenrunden auf dem Nürburgring in Deutschland und auf dem Thunderhill in Nordkalifornien und sorgten für Aufsehen in der VLN und im USTCC (United States Touring Car Championship).

Die Partnerschaft zu Honda treibt Spoon Sports Co., Ltd.  an, um revolutionäre Tuningparts für den Rennsport und den Aftermarket zu entwickeln. Die bekanntesten Entwicklungen sind Carbon-Motorhauben sowie andere Aeroteile, Bremsanlagen und effizientere Motorteile, wie auch Fahrwerks-  und Karosserieparts.

Die Lieblingsfahrzeuge von Spoon Sports Co., Ltd.  sind eindeutig der legendäre Honda NSX, die Honda S2000 und die große Liebe Civic Type R. In der Firmengeschichte waren diese 3 Modelle immer mit großartigen Umbauten, auf den Rennstrecken in den Firmenfarben Blau-Gelb, zu sehen.

Spoon Sports Co., Ltd.  ist eine öffentlich zugängliche Werkstatt auf 2 Stockwerken. Da die Werkstatt im 1 OG ist, sind beide Stockwerke mit einem Aufzug für Autos und Carparts verbunden. Als Honda Besitzer hat man die Möglichkeit sein Fahrzeug zum Kundendienst oder zum Tuning Umbau vorzufahren.

Wir als Besucher durften uns auch alles in Ruhe ansehen und konnten den Mechanikern beim Schrauben zusehen. Im Erdgeschoss können Passanten von der Straße aus zusehen wie im separaten klimatisierten Raum, Motoren, Getriebe und Fahrwerksteile bearbeitet und optimiert werden.
Japanischen Mechaniker arbeiten sehr sauber und gründlich. Wir haben noch nie eine so saubere und ordentliche Werkstatt gesehen wie bei Spoon Sports Co., Ltd..

Wir haben einem Mechaniker zugesehen, wie er an einer S2000 eine Kupplung getauscht hat, und wie für den neuen Honda Civic Type R FK8 neu entwickelte Spoonparts angepasst wurden.

In der Werkstatt stand auch ein Honda Civic Type R FD2 zum Verkauf, leider fehlte uns das nötige Kleingeld. Als Fan hatte man vor Ort auch die Möglichkeit Modellauto, Merchandisingprodukte und Tuningparts zu kaufen.

Was macht diesen FD2 so besonders?  Dieser FD2 ist Halter des Streckenrekordes für Vorderrad betriebene Fahrzeuge auf dem Tsukuba Circuit. Wer noch nichts von Tsukuba gehört hat – es ist eine der berühmtesten Rennstrecken in Japan wo Tuner seit vielen Jahren Rundenrekorde anstreben.
Dieser FD2 wird  auch im amerikanischen Rennsport, in der  Super Lap Battle x Global Time Attack, von  Daijiro Yoshihara gefahren.

Wir können jedem der nach Tokyo fliegt, empfehlen einen Vormittag bei  Spoon Sports Co., Ltd. einzuplanen und ein bisschen japanisches Rennsport- und Tuningfeeling mitzunehmen. Wir zumindest werden es nie vergessen.

 

Text & Bilder: Import Society