Heiße Mädels und kühler Stahl – Das große ap Girl & Car Fotoshooting 2018

> 27. Juni 2018

 

Die Stadt aus Eisen erwartet uns und das große ap Girl & Car Fotoshooting geht in die nächste Runde. In einer Gegend, in der einst entfesselte Industriekräfte das Land zerpflügten aber auch für sichere Arbeitsplätze sorgten, wo aber heute Waschbären über die Straße laufen, Wildschweinfamilien durchs Unterholz stöbern und der Puls auf angenehme Art und Weise langsamer schlägt als an vielen anderen Ecken unseres Landes, brauen sich dunkle Wolken am Himmel zusammen. Ostalgie und alte Straßen, ein einsamer idyllischer Campingplatz am See und plötzlich sehen wir sie, die gigantischen Stahlkolosse mit denen früher hier Braunkohle aus dem Boden gekratzt wurde. Schweigend erheben sie sich in die Höhe über das weitläufige Gelände vom heutigen Freilichtmuseum „Ferropolis“ und während wir noch staunen wird die Stille des abgelegenen Ortes plötzlich vom grummeligen Röhren einiger sich schnell nähernden Fahrzeuge zerrissen. Die Showfahrzeuge kommen und die Mädels lassen auch nicht mehr lange auf sich warten. Dann kann es ja los gehen!

Ein kurzer Rückblick: „Wie hast du denn das hier gefunden“ ist meine erste Frage als wir nach etwa 20 Kilometern verlassener Landstraße das Eventgelände erreichen. Ferropolis, Freilichtmuseum und Eventlocation. Ich habe noch nie davon gehört und ich hätte hier auch nicht so etwas erwartet. Dabei kommen demnächst sogar die Toten Hosen und auch die Iron Drift King – German Drift Championship ist hier zu Gast. Nachdem ich den gigantischen Anblick also fürs Erste verdaut habe, gehts zunächst ans einchecken. Ein Großteil des Teams wohnt am nahen Campingplatz am Bergwitz See, an dem ap einige idyllische Bungalows gebucht hat. Dabei laufen wir einem ARD Fernsehteam über den Weg, die sich überraschend dazu entschließen, das Thema „Tuning“ in ihre Camping-Reportage einzubauen. Neben dem Fotoshooting und dem Videodreh haben wir also nun auch noch das Fernsehen dabei, der angedachte Plan gerät schnell ins wackeln, zumal auch zwei Autos kurzfristig fehlen.

Dabei lauert das größte Ungemach ganz woanders. Nach dem heißesten Frühjahr seit ewigen Zeiten, gefühlten 30 Grad jeden Tag seit Ostern kommt gerade jetzt, passend zum Shooting und zum Sommeranfang die erste Schlechtwetterfront seit langem. Doch genau hier zeigt sich die Qualität eines Teams. Die Idee, Freitag erst einmal alles in Ruhe zu besprechen lassen wir schnell fallen, da Freitag noch der beste Tag sein soll. Also keine Zeit verlieren, alle die schon da sind auf Start und frisch ans Werk!

Unsere zwei Fotografen arbeiten parallel mit verschiedenen Models und Autos an unterschiedlichen Locations während wir wieder woanders die ersten Videos drehen. Das Wetter zeigt sich gnädig und beschert uns sogar einen grandiosen Sonnenuntergang. Denis vom ap Team hatte während dessen den ap Messewagen mit Kaffeemaschine und Grill bestückt und so ging der erste Tag schnell und gut gelaunt von der Hand.

Am Samstag füllten sich dann auch die Lücken und neue Autos kamen, da Thomas, unser Chef die halbe Nacht telefoniert hatte. Manchmal muss ich mich selbst wundern wie gut das Verhältnis zwischen Firma und Kunden hier oft ist, gibt es doch offensichtlich viele Leute, die sich gerne zu mitternächtlicher Stunde aus dem Bett klingeln lassen, um dann pünktlich zum Shootingbeginn am nächsten Morgen da zu sein. Respekt!

Allerdings kam jetzt für alle die Härteprobe. Denn das Wetter hatte heute nicht mehr viele gute Nachrichten für uns auf Lager. Regen, Sprühregen und eine über die heissen Wochen schon fast vergessene Kälte machten sich breit. Besonders heftig ist letztere natürlich für die Models, die hier, knapp bekleidet, schon einiges leisten mussten. Melissa, Alexandra, Vanessa, Frances, Sonja, Sarah, Samantha, Anne, Jaqueline und Hot Sarah haben aber tapfer den Tag durchgestanden und immer eine gute Figur zum schlechten Wetter gemacht.

Natürlich war es für uns anderen auch nicht immer ganz so lustig, weder für die Fotografen, die im Matsch am Boden rum kriechen mussten, um gute Bilder zu bekommen, noch für die Autobesitzer, die in einer nahen Halle ihre Autos immer wieder und wieder aufbereiten mussten. Apropos Autos, letztere hatten wir natürlich auch und zwar derer gleich 11, die ich im Folgenden mit einigen der zahllosen Ausstattungshighlights kurz vorstellen möchte.

BMW Z4 von Petra, mit Airbrush, passend belederten Sitzen, Flügeltüren und einem kompletten Kofferraumausbau.
Peugeot 206 RC von Karol mit komplettem Esquisse Bodykit, Umbau auf 2-Sitzer, gigantischem Audioausbau und ap-Gewindefahrwerk.
Seat Leon Cupra von Daniel mit 340 PS, Bodykit, Innenraum beledert und lackiert.
Golf Cabrio von 1987 von Dominic mit komplett belederten Innenraum und Audioausbau.
BMW M135i von Carsten mit ca. 400 PS, Bodykit großteils von Rieger, viel Carbon, ap-Gewindefahrwerk und Ultra Wheels UA3 in Gold 8,5×18.
Opel Tigra von Marko mit WS-Styling Bodykit, Audioausbau, Bastuck Abgasanlage ab Kat und vielen Innenraumumbauten.
Seat Leon 5F von Daniel mit Friedrich Motorsport Abgasanlage ab Kat, Chiptuning, 19 Zoll Oxigin Felgen und einem ap-Gewindefahrwerk.
BMW 530d F11 von Steffen mit Softwareoptimierung (ca. 311 PS), Tomason TN19 in 21 Zoll, ap-Federn und einem Supersport Duplex ESD.
Golf Cabrio von 1993 von Daniel mit Bose 5.1 Anlage und Karmann Verbreiterungen.
Audi TT von Karsten mit 19 Zoll Rädern, ap-Gewindefahrwerk und einer „Erlkönig“ Folierung.
BMW 330 E46 von Tolga mit den Rädern vom 7er BMW, vielen Detaillackierungen und einem ap-Gewindefahrwerk.

Am Ende muss man sagen, dass der Vorteil von Wetterpannen und ähnlichen Hindernissen vor allem für eines gut ist: Es zeigt wie gut ein Team funktioniert und wie sich jeder Einzelne in solchen „Extremsituationen“ einbringt. Bin ich Teil der Lösung oder Teil des Problems, ist die einzige Frage die sich stellt, wenn die Zeit unter den Nägeln brennt und der Regen nicht aufhören will. Jammere ich, weil mir kalt ist oder denke ich mir – jetzt erst recht. Für jedes Model eine tolle Möglichkeit zu zeigen wie professionell sie arbeitet und ich bin mir sicher, Einsatz bleibt hier nicht unbemerkt. Für jeden Autobesitzer die Möglichkeit zu zeigen, ja das ist mir wichtig, selbst wenn ich erst am Tag vorher um drei in der Nacht angerufen werde.

Am Ende bleibt zu sagen, das Fotoshooting in der Stadt aus Eisen war wieder ein tolles Erlebnis für alle Beteiligten. Für mich ist es inzwischen auch immer ein kleines „Familientreffen“, wo man oft Leute wieder trifft, die man sonst pro Saison höchstens 1-2 Mal irgendwo kurz sieht. Die Fotografen (Fotostudio [x] sowie Sugarphotoart) waren dieses Jahr beide wirklich super cool und super nett und da wir im gleichen Hotel wohnten, hatten wir endlich auch mal ein bisschen Gelegenheit privat ein wenig zu quatschen. Auch auf das Video von Blechfilm.de sind wir gespannt. Ich freue mich jedenfalls auf nächstes Jahr und kann nur jedem und jeder raten, bewerbt euch, ihr verpasst sonst echt was. Für mich eines der besten Szene Events, auch wenn es Arbeit ist! In diesem Sinne, hoffentlich bis 2019 und ich bin echt gespannt auf den Kalender und die entstandenen Bilder.

Text: Andreas Leffler (Asphalthelden)
Bilder: Automotiv Media UG