Sommerkino und Freude am Fahren – Das erste internationale BMW Treffen München

> 11. Juni 2018

Ein neues Treffen im Münchner Umland ist heutzutage schon immer was Besonderes. Wer tut sich das noch an, bei all den Kontrollen und den Auflagen? In diesem Fall sind es die Leute vom BMW Munichs Club und vom Autokino Aschheim, wo das Ganze auch statt findet. So viel Enthusiasmus muss natürlich unterstützt werden, zumal ich einige der Leute aus dem Club ganz gut kenne. Also packe ich mal einen meiner „nicht BMW“ und mache mich auf den Weg in einen weiteren sonnigen und superheißen Sonntag.

Die Freude am Fahren vergeht mir allerdings schon bei der Anreise und da können die Veranstalter nichts dafür. Sonntag Morgen halb zehn auf dem Münchner Autobahnring, Blitzer, gefühlt alle paar Meter eine neue Geschwindigkeitsbeschränkung, eine Kolonne Engländer vor mir die das mit dem rechts fahren nicht so ganz verstanden haben, kilometerlange Baustellen und und bereits jetzt stauähnliches Verkehrsaufkommen. Prost Mahlzeit. Die Autobahnausfahrt die ich brauche ist natürlich gesperrt, aber das ist ja nichts neues, schließlich sind in meinem Heimatörtchen inzwischen gleich alle drei in Frage kommenden Autobahnausfahrten nacheinander komplett oder zumindest teilweise gesperrt. Heilige Umleitung, zwanzig Kilometer hier und zehn Kilometer da, das schont Nerven und Umwelt. Danke, danke liebe Verkehrsplaner, ihr seid doch die Besten, Ironie aus. Aber zurück zum Treffen.

Das Autokino Aschheim ist natürlich eine geile Location. Komplett Teer, abgelegen und mit festen Lokalitäten und Sanitäranlagen. Auch der ganze Einfahrtsbereich ist super professionell organisiert und abgewickelt. Dafür gibts schon mal dicke Pluspunkte. Drinnen sammeln sich Händler, Aussteller und Besucher auf dem weitläufigen Areal. Wie vermutet sammeln sich aber vor allem BMW`s aus so ziemlich allen Baujahren und Baureihen. Das ist hier definitiv nicht nur ein Tuningtreffen, sondern viel mehr eine richtige Verbeugung vor der Marke mit dem Propeller. Nicht nur die Autos, sondern auch die Besitzer kommen aus den verschiedensten „Baujahren“ und so mischt sich das Publikum ganz gut und auch für Leute wie mich, für die ein 635er aus den 80er Jahren noch das Maß aller Dinge ist, gibts genügend zu entdecken.

So hat sich das Treffen auch im Vorfeld schon rum gesprochen und Leute aus verschiedensten Ländern haben sich eingefunden. Die weiteste Anreise glaube ich waren 1400 Kilometer. Respekt. Generell finde ich, hat München als Heimat der Marke definitiv ein großes und professionell organisiertes Treffen verdient und das hier war definitiv ein guter Start. So sind die Kritiken der Besucher im Netz zum Treffen dann auch alle irgendwo zwischen super, gelungen und toll. Umso verwunderlicher, dass ich schon kurz vor meiner Ankunft genau im Aschheimer Zentrum wieder so eine 3er Gruppe totaler Helden sehe, die mit maximaler Auspuffdröhnung von der Ampel los ballern, vorbei an verwunderten Anwohnern und Eiscafe-Gästen und hinüber zum Treffen. Wenn ihr so ein cooles Event sabotieren wollt, das ist der beste Weg! In Aschheim sind ja schon so einige Treffen nicht mehr und vor wenigen Wochen gabs erst massenhaft Ärger beim US-Car Meeting. Vielleicht demnächst mal erst nachdenken und dann den Gasfuß betätigen bevor ihr den vernünftigen 99,9 Prozent der Besucher dieses Event auch noch kaputt macht. Danke!

Text: Andreas Leffler, Asphalthelden

Bilder: Automotiv Media UG