Das Autojahr 2017 im Rückspiegel – ap Sporfahrwerke und Asphalthelden going strong

> 15. Dezember 2018

Nach meiner Auszeit zum Ende 2016 in den USA, nachdem ich bei Selbhy und im Corvette Werk war, nach dem Besuch der unglaublichen Tuningmesse, der SEMA in Las Vegas, natürlich alles im Namen von ap Sportfahrwerke, und nach unserer eigenen, super genialen Fast & Furious Style Party im Spätsommer, stellte ich mir die Frage: Wie geht es weiter mit ap und Asphalthelden und was würde 2017 bringen? Kann es noch besser werden, oder einfach „back zu usual business?“ Für alle von uns, für Autofahrer und Tuner, war es sicherlich ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen, ein Jahr mit politischen Entscheidungen, die man diskutieren kann, aber eben auch ein Jahr mit tollen Events und coolen Karren und davon möchte ich euch heute berichten, davon und von neuen Highlights und Ausblicken in die Zukunft.

Eure Treffen, unsere Stories
Ein Teil meiner redaktionellen Tätigkeit bei ap ist es ja, eure Treffen im Umkreis meiner Heimat zu besuchen. Ich versuche dabei stets positiv zu sein, da ich ja bekanntlich auch öfters „Veranstalter“ bin und genau weiß, wieviel Arbeit und Herzblut die Leute hinter den Events oft in ihr „Baby“ stecken. Manchmal aber, ich sage es ganz ehrlich, ist es schwer positiv zu bleiben, weil irgend etwas ganz und gar nicht gut läuft oder weil die Stimmung einfach katastrophal ist. Aber dieses Jahr hatte ich durchweg Glück, ich war nur auf coolen Events und dies ist für mich eine wirklich schöne Erfahrung als reisender und rasender Reporter.

Die Saison begann für mich mit meinem ersten Streetculture in Poing; Endlich wieder SC im Münchner Umland und wie immer brechend voll und gut organisiert. Weiter ging es zu einem kleinen aber feinen „Parkplatztreffen“, ohne Vips und ohne Einfahrtspreis, der Saisoneröffnung vom United Streaker Team in Donauwörth. Stimmung gut, Leute nett, back to the Routes. Bebend voll war dann die Saison Eröffnung vom Tuning Club Erding, den ich nun schon einige Zeit begleite. Inzwischen sind „die Erdinger“ glaube ich einer der größten Clubs in unserer Gegend und mit über 5000 Facebookfans auch eine echte Marke. Im Bericht zur Saisoneröffnung haben die Jungs und Mädels dann aus dem Nähkästchen geplaudert, wie man solche Events organisiert. Noch länger als die Erdinger kenne ich die Leute von „Tuning Gear“ und so war ich auch dieses Jahr wieder bei der Saisoneröffnung – heuer in Gersthofen und nicht in München, mit weniger Polizei und mehr Sonne. Sehr gute Entscheidung.

Es folgten das BMW Treffen in Velden (chilligste Location für mich dieses Jahr), die Saison Eröffnung der Crew ERA 2K13 in Heidenheim (heißester Tag bis dahin, trotzdem volle Hütte und gute Laune), das 3. VW, Audi, Seat, Skoda Treffen in Monheim (familiär und voller VAG Träume), das rolling Meet and Greet in Wertingen (coole Halle außerhalb und schicke Beleuchtungsanlage), das Bavarian Car-Meeting in Ingolstadt (beste Fotolocation für mich dieses Jahr), Streetculture in Augsburg (schöner Platz, wunderbare Sommernacht und wie immer perfekte Orga), das Saison final Meeting by Eton in Langenau (Familientreffen mit jeder Menge Freunden aus der ap Familie), das Lowered Lake Event in Pleinfeld (trotz Dauerregen statt erwarteter Strandbar hat es sich definitiv gelohnt, ich war am Wochenende darauf gleich nochmals da, mit der Familie auf Kurzurlaub) und schließlich zu guter Letzt bei der XXXL Tuning Explosion in Regensburg (wunderschöner Herbsttag für beste Fotos). Alles in allem kann ich mich nicht beschweren. Jede Fahrt hat sich gelohnt, jedes Treffen war die Reise wert. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an alle Veranstalter für ihre tolle Arbeit, wir sehen uns!

Warum ich das Eine oder Andere verpasse
Natürlich erreichen mich inzwischen unzählige Anfragen von Veranstaltern, ob und wann ich denn zu ihren Events kommen kann. Generell freue ich mich sehr darüber, denn es zeigt, dass unsere Arbeit in der Szene gut ankommt. Seit ap mich per Grafik auch noch vorab ankündigt (das war übrigens nicht meine Idee, ich könnte gut mit „inkognito“ leben) hat sich das noch einmal verstärkt. Aber ich bin nunmal auch nur eine einzelne Person und ich kann nicht überall sein, zumal ich ja auch nur freiberuflich für ap arbeite und als selbständiger Autor und Werbemensch auch noch andere Projekte zu erledigen habe. Im besten Fall also ist eure Veranstaltung in und um München/Augsburg bis maximal 100-150km Umkreis. Das ist sozusagen „mein Gebiet“. Wenn ich in einem Jahr schon einmal bei euch war, ist es recht unwahrscheinlich, dass ich ein zweites Mal komme, wenn ihr z.B. mehrere Events nacheinander macht. Das bedeutet nicht, dass mir euer Event nicht gefallen hat, ganz im Gegenteil, es bedeutet einfach nur, dass wir gerne den unterschiedlichsten Veranstaltern die Chance geben wollen, im Blog aufzutauchen. Da ich auch nur beschränkt viele Events anfahren kann und soll, ist es eher die absolute Ausnahme, wenn wir einen Veranstalter mehrmals innerhalb von einem oder zwei Jahren besuchen, es sei denn ihr habt verschiedene Locations wie z.B. Streetculture, dann ist das eine andere Sache. Aber wie gesagt – ich freue mich immer wenn ihr mir Einladungen schickt, da ich sonst vielleicht auch das eine oder andere „Treffen“ übersehen würde und unser Blog lebt ja auch von der Szene. In diesem Sinne – vielleicht bis nächstes Jahr auf eurem Event!

Unsere eigenen Events
Das „Eventmanagement“ wie man das neudeutsch nennt, ist für mich schon immer ein großes Hobby gewesen. Ich nennen es nicht Beruf, obwohl ich beruflich schon viel Events gemeistert habe, denn ich bin ja keine Eventagentur. Ich nennen es Hobby, denn es macht mir einfach unendlich viel Spaß und dafür auch noch Geld zu bekommen ist einfach ein Träumchen. Vom Mittelalterfest über eine Filmpremiere, vom Trainingslager bis zur Warrior Magazin Hall of Fame habe ich schon ziemlich alles organisiert und seit ich für ap arbeite, darf ich auch noch pro Jahr das eine oder andere Autoevent organisieren. Hobby meets Hobby und das als Beruf, besser geht es für mich nicht. Umso mehr freue ich mich, dass alleine unsere „Ausfahrt“, inzwischen als „Summer Cruise bekannt, in der dritten Saison auf so viel Gegenliebe stößt, dass die Leute sogar dann noch begeistert in der ap Zentrale anrufen, wenn es wie dieses Jahr die ganze Zeit geregnet hat. Auch dafür mal ein fettes Danke an alle bisherigen Teilnehmer.

Bis jetzt hatten wir ja auf allen Events immer deluxe Glück mit dem Wetter und selbiges ist leider einer der Faktoren, den ich nicht beeinflussen kann. Aber dieses Jahr war wirklich nass und vor allem auch noch der einzige Tag im Monat an dem es in Bayern geregnet hat. Glitschig schliddernd über den Tatzelwurm, das war eher abenteuerlich und hätte Grund zu Missmut geben können. Zu allem Übel blieb auch noch ein Auto liegen, wegen einer Panne. Aber die Stimmung – top. Was soll ich sagen, so macht das Ganze einfach Spaß. Ich glaube, ich wurde außerdem noch nie im Leben so oft nach einem Event gefragt wie nach der Fast and Furious Style Party. Dieses Highlight 2016 haben wir im laufenden Jahr nicht wiederholt, weil die Erstauflage einfach zu gut war und ich ernsthafte Bedenken hatte, ob es sich nochmals genau so wiederholen oder gar verbessern lässt. Einige haben sogar angedroht bei ap anzurufen, um eine 2017ner Fast & Furious Style Party zu „erzwingen“. Das ist schon nett und ich verspreche euch, wir haben euer Begehren zur Kenntnis genommen.

Mal gucken, was 2018 so bringt. Aber davor startet ja noch ein neues Event von ap Sportfahrwerke und Asphalthelden, der „Low in the Snow“ Jahresabschluss. Eine kleine Ausfahrt dahin wo man auch heutzutage vielleicht noch Schnee finden kann. Der Fokus liegt hier weniger auf der Fahrt, als auf dem Treffen, noch einmal im alten Jahr Benzingespräche führen, ein bisschen Autoluft schnuppern, gemischt mit weihnachtlicher Vorfreude. Die bis dato angemeldeten „Winterautos“ sind jedenfalls schon mal der Hammer.

Berlin, die Mauer, das Model und der Schreiberling
Zu meiner Freude wurde ich von ap dieses Jahr sozusagen auch als „Chronist“ zum großen Kalendershooting nach Berlin eingeladen. Viele von euch haben den Bericht, oder besser die Berichte dazu, vermutlich gelesen. Für alle anderen eine kurz Zusammenfassung: Viele Models, wenige Klamotten, coole Autos und die Babelsberger Filmstudios. Was soll ich sagen? Es ist schon etwas Besonderes, was ap hier regelmäßig für die Szene veranstaltet, zumal ja alle Autos und Models auch über Facebookevents gecasted werden, also auch direkt aus der Szene kommen. Dieses Berlin Erlebnis zu toppen wird vermutlich nicht einfach für alle Beteiligten und ich bin nun wirklich sehr gespannt, wo es nächstes Jahr hingeht. Nein, Moment, ich weiß es ja schon und es wird genial. Mehr sag ich nicht.

Der Autotester darf Autos testen
Das Schlimmste für mich nach dem Aus des Asphalthelden Magazins war, dass ich keine Autos mehr testen konnte. Ich liebe einfach Autos und wenn ich sehe, wie lieblos oft einschlägige Autotests herunter getippt werden, dann blutet mir das Herz. Noch schlimmer wird es wenn ich sehe wie häufig sie mit Pressebildern der Hersteller voll gestopft sind, wo ich mich dann im Anschluss frage: Haben die den Wagen überhaupt gefahren? Umso erfreulicher für mich, dass mir ap die Gelegenheit bietet regelmäßig Fahrzeuge zu testen, wenn sie ein Fahrwerk für das entsprechende Auto auf den Markt bringen.

Im Jahr 2017 hatte ich aus diesem Grund den Audi A5 (B8), den 4er BMW, den 5er BMW (F10), den Mercedes CLA, den Nissan 370Z, den Opel Corsa D und E (incl. OPC), den Skoda Octavia III, den VW Passat B6, den VW Caddy und den VW Beetle vor der Türe stehen. Die gute Nachricht für euch, für all diese Wägen gibt es jetzt ap-Fahrwerke zu gewohnt günstigen Preisen. Die gute Nachricht für mich, ich hatte eine Menge Spaß bei den Tests. Danke an dieser Stelle an all die, die mir immer Autos zur Verfügung stellen, an Delta4x4, Loder1899, das Autohaus Steppe, den Autopark Emmering und auch an alle Privatleute, die gerne Mal mit „ihrem Schätzchen“ vorbei kommen und mich damit ein bisschen um die Kurven toben lassen.

Von PS Protzen, Rasern und gutmenschlichen Umweltrettern
Ich kann es nicht mehr hören und das obwohl ich schon ein bisschen Älter bin und meine wildesten Zeiten längst hinter mir liegen. Auch 2017 wurde man wieder von zahlreichen „Tuning Berichten“ in Presse und Fernsehen erreicht oder sollte ich sagen „belehrt“. PS-Protze, Raser, Angeberschlitten, Boliden, fette Spoiler sind dabei meist die sich immer wiederholenden Schlagworte, die aus einem Wörterbuch für Szeneverriss zu stammen scheinen, aus dem sich allerlei schreibendes und filmendes Volk gerne bedient. Abgesehen davon, dass nicht jeder Tuner ein Raser ist und vor allem nicht jeder Raser ein Tuner ist, kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass es der Szene ein wenig an den Kragen geht. Ich habe dieses Jahr Tuningevents gesehen, auf denen so viel Polizei in Mannschaftsbussen und in kugelsichere Westen gehüllt aufgefahren wurde, dass man meinte, der nächste Terror Anschlag stehe direkt bevor. Ich kenne auch Leute die dieses Jahr tatsächlich Strafzettel für „unnützes Hin- und Herfahren“ bekommen haben (stellt wohl tatsächlich eine Ordnungswidrigkeit dar) und dann gibt es ja noch die Diskussion über Mord durch Autorennen und als alles überschattendes Thema dazu – das Dieselverbot. Das allerdings scheint vielen noch lange nicht genug zu sein, denn auch ein Verbot der sogenannten Touristenfahrten auf Rennstrecken wurde bereits nach einigen Unfällen heiß diskutiert, wobei die Fahrt auf der Strecke ja an sich eine freiwillige Entscheidung ist. Man muss uns aber offensichtlich immer öfter vor unserem Recht auf Selbstbestimmung schützen. So zumindest, könnte man meinen. Alles in allem erscheint es mir ein bisschen so, als wäre der Tuner zum Abschuss frei gegeben in einer Welt der politischen Korrektheit, der Gleichschaltung und der gutmenschlichen Alles-Rettung. Der satte V8 Sound ist vermutlich für den modernen Ökostrom-Elektroautofahrer kein Kaufargument und in einem Land, welches sich per politischem Selbstverständnis als Vorreiter in allerlei Weltenrettungs-Disziplinen versteht, ist die Leitmeinung zum Autofahren vermutlich heute eine andere als sie noch unsere Väter im Wirtschaftswunderland hatten. Allerdings sollte man sich vielleicht schon einmal einige Fragen dazu stellen: Ist es nicht viel umweltfreundlicher, wenn man ein altes Auto rettet und pflegt, als wenn man sich alle drei Jahre einen neuen Leasingwagen holt (der ja auch erst einmal produziert und später wieder entsorgt werden muss)? Ist es wirklich umweltfreundlich, wenn wir den jahrelang hochgelobten Diesel abschaffen, uns in den nächsten Leasing- und Finanzierungsvertrag und damit in die nächsten Schulden stürzen, um die Umwelt mit Benzin (echt jetzt?) oder Batterie zu retten und unser alter Diesel schon drei Tage später im osteuropäischen Ausland einen neuen Käufer findet, wo er fröhliche 300.000 Kilometer weiter tackert? Von was leben unsere hoch gelobten Premiumhersteller eigentlich, wenn wir plötzlich alle gar keine Hochleistungsautos mehr brauchen und die weltweit beliebte „german Autobahn“ besteht ja bereits jetzt schon meist nur noch aus Stau, Baustelle und Geschwindigkeitsbegrenzung. Superblitzer und Blitzermarathon sind natürlich auch nur dazu da uns vor uns selbst zu schützen, oder? Das Schlagwort meiner Jugend „freie Fahrt für freie Bürger“ schein so antiquiert wie Frack und Zylinder. Schlecht waren Frack und Zylinder aber meiner Meinung nach auch nicht. Fragen über Fragen, vor allem Fragen die weder durch Umweltplaketten, noch durch „mit mir wird es keine Autobahnmaut geben“ Autobahnmaut beantwortet werden können. Aber ich politisiere und fürs politisieren werde ich nicht bezahlt. Ich kann euch allen also nur eines sagen, wir sind vielleicht die letzten Generationen die noch ein bisschen automobile Freiheit genießen dürfen. Lasst uns diese Freiheit nutzen, den Chrom polieren, das Restgewinde runter drehen und die Anlagen aufdrehen. Gute Fahrt und auf viele weitere tolle Saisons, die wir hoffentlich noch haben werden.

Lieblingsautos
Nachdem ich mich gerade genug aufgeregt habe, zurück zu den erfreulichen Dingen. Ich sehe natürlich jedes Jahr eine ganze Menge außergewöhnlicher Autos, selbiges bringt mein Job so mit sich. Aber ich würde heute gerne 10 Fahrzeuge heraus heben die mir besonders ins Auge gestochen sind. Manche Besitzer kenne ich, manche nicht und die Fotoliste ist natürlich völlig subjektiv und erhebt auch keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, ich hätte auch 20 oder 30 Plätze draus machen können, habe ich aber eben nicht. In jedem Fall möchte ich den Besitzern sagen – richtig geile Karren habt ihr da am Start. Gratuliere ganz herzlich von mir.

Berühmte letzte Worte
Ehe ich mich nun also langsam aus dem alten Jahr verabschiede, habe ich noch ein paar Dinge für euch, die ich unbedingt los werden möchte. Aktuell läuft ja unsere „We make you famous“ Aktion und wenn ihr auch Lust habt, dass ich mal in eurer Schraubergarage vorbei gucke und euch und euer Auto hier vorstelle, dann nutzt die Möglichkeit und schaut mal bei Asphalthelden auf Facebook vorbei.

Das war es dann auch schon fast – nur ein ganz dickes Ding habe ich noch. ap Sportfahrwerke und Asphalthelden zusammen, werden euch im kommenden Jahr mit einer wirklich, wirklich großen Sache überraschen. It`s Showtime meine Freunde. Mehr dazu erfahrt ihr dann im allerletzten Jahresabschlussbericht von unser aller Chef, Thomas Schuster, dem Big Boss hinter all diesen coolen Aktionen. Also macht`s gut, bleibt uns gewogen, fahrt nie schneller als euer Schutzengel fliegen kann und lasst uns das nächste Jahr zum besten Jahr unseres Lebens machen!

Text: Andreas Leffler
Bilder: ap Sportfahrwerke und Andreas Leffler