The fast and low 9 – Heute: Michael und sein Nissan 350Z

> 08. September 2017

Das ap-Girl-Fotoshooting ist unser jährliches Top-Event, zusammen mit der Tuninggemeinde in Deutschland. Zahllose Bewerbungen und ein monatelanges Casting führten auch dieses Jahr wieder zu einem Adrenalin geladenen Wochenende voller cooler Autos und heißer Mädels. Im Zusammenhang mit diesem erlebnisreichen Shooting wollen wir deshalb dieses Jahr 9 unterschiedliche Fahrzeuge vorstellen die alle zwei wesentliche Gemeinsamkeiten haben: Sie waren Teil des Events und sie haben ein ap-Fahrwerk verbaut. Grund genug, die Fahrer alle ausführlich zu interviewen.

Das Auto
Bei meinem Wagen handelt es nich um einen 2003er Nissan 350Z, der damals offiziell als 280 PS Auto verkauft wurde. Aktuell liefert er 297 PS und wie man sieht, ist er ganz im Stil von „Tokyo Drift“ aufgebaut.

Warum hast du dich für diesen Wagen entschieden?
Um ehrlich zu sein, hatte ich schon vorher einen 350Z und auch dieser war schon in Richtung „Tokyo Drift“ umgebaut. Leider hatte ich mit dem einen fast tödlichen Unfall. Da ich aber eher so ein „jetzt erst recht“ Mensch bin, habe ich mir wieder einen Z geholt und das ganze Projekt von vorne begonnen.

Dein Wagen sieht doch recht auffällig aus, wieviel Geld steckt da drin?
Ich denke derzeit habe ich ungefähr 15.000 Euro in die Umbauarbeiten gesteckt. Alleine die Eintragungen schlagen mit 2.500 Euro zu buche.

Erzähl mal was du alles für diese krasse Optik gemacht hast!
Das auffälligste ist wohl der Veilside Bodykit mit den Verbreiterungen am Fahrzeug. Dazu gibt es dann auch gleich noch eine Geschichte. Aber bleiben wir beim Auto. Mit einem ap-Gewindefahrwerk und Japan Racing JR12 in 18 Zoll mit Nexxon 255/35/18 bzw. 245/35/18 steht er richtig tief. M-Tech Bremsscheiben, eine ziemlich laute Japspeed K1 Auspuffanlage, Faceliftrückleuchten und die passende Tokyodrift Beklebung runden das Ganze ab, wobei ich letztere im Gegensatz zum Filmauto auf beiden Seiten angebracht habe.

Hast du innen auch etwas gemacht?
Ja, schon einiges: Natürlich mussten Sparco Rev Sitze rein, in diesem Fall mit OMP Sitzkonsolen.  Dazu gibt es einen Nismoschaltknauf, das Sparco Lap 5 Lenkrad und den Alcantara Bezug auf dem Armaturenbrett. Zusätzlich habe ich noch eine recht trickreich zu verbauende Beleuchtung in der Belüftung angebracht. Am Ende musste die ganze Bose Anlage raus und neue Audiosystem Komponenten wurden verbaut. Der Wagen verfügt jetzt über zwei Endstufen, einen Subwoofer und ein Doppeldin Radio.

Du wolltest uns noch eine Geschichte erzählen!
Ja, klar! Also ich besitze den Wagen erst seit 2015 und habe ihn zuerst in so einem Drift/Racing Look gefahren. Dann habe ich mich entschieden wieder auf „Fast & Furious“ umzubauen. Dabei habe ich einen Vertrag unterschrieben, den Wagen bei der Premiere vom achten Teil der Fast & Furious Reihe im Technikmuseum in Sinsheim dieses Jahr auszustellen. Ich musste also da sein! Das Bodykit sollte nun schon Monate vorher kommen, das tat es aber nicht. Die Arbeiten am Auto fingen in Folge dessen tatsächlich erst am 3. April dieses Jahres an, wir sprechen also über etwa 10 Tage vor der Premiere. Das Bodykit kam also endlich, der Spoiler fehlte noch. Anbauen und dann am Samstag vor der Filmpremiere ganz schnell zum lackieren. Der Lack wurde furchtbar und die ganze Karre sah irgendwie so brückenkopfgrau aus. Ich war natürlich super unglücklich und hatte jetzt so gut wie keine Zeit mehr, deswegen hieß es: Schnell alles vorbereiten und dann bei Freunden in zwei Nachtschichten folieren. Am Tag der Premiere kam um 17.00 Uhr der Spoiler. Also, Spoiler drauf und pünktlich um 20.00 Uhr bei der Filmpremiere.

Spannende Geschichte! Und wie ist dein Tuningleben sonst so?
Zum Tuning bin ich über Freunde gekommen und natürlich durch den Tokyo Drift Film. Aber interessieren dafür tue ich mich schon seit meinem ersten Wagen. Generell schraube ich selbst oder zusammen mit Freunden, auch wenn ich als Veranstaltungstechniker jetzt nicht wirklich aus der Autobranche komme. Ich fahre auf viele Events aber in einem Club bin ich derzeit nicht. Was mir gar nicht gefällt sind die vielen 0815 Tuning Autos und dieser Luftfederungstrend. Ich glaube eher an die Zukunft von noch ausgefeilteren Hifi Ausbauten, Japan Style und Liberty Walk Sachen.

Was hast Du noch für Träume, Wünsche und Ziele für dein Autoleben?
Das ist schnell gesagt. Der Z soll einen Turboumbau bekommen und irgendwann hätte ich gerne einen GTR.

Text: Michael Kaulard & Andreas Leffler (Asphalthelden)
Bilder: Fotostudio [x]