Sportlicher Freigeist – Der Nissan 370Z wird tiefer gelegt

> 07. September 2017

Die Legende der Nissan Z-Cars ist inzwischen eine lange Geschichte des automobilen Erfolgs. Auch wenn selbiges in Deutschland oft übersehen wird, so ist die Z-Reihe von Nissan doch nicht nur eine Erfolgsgeschichte, sondern sie sorgte über die Jahrzehnte auch für den ein oder anderen Meilenstein im Autodesign. Während Japaner bei uns manchmal bei der breiten Masse deutscher Automobilkonsumenten ein Nischendasein fristen, so gibt es doch eine riesige weltweite Fangemeinde für die zahlreichen Nipponsportler. Der 370Z ist nun die aktuelle Auflage der „Fairlady“  incl. Facelift und günstigem Preis. Ob als Roadster oder Coupe, ap-Sportfahrwerke bietet ab sofort ein Gewindefahrwerk für beide Ausführungen und bringt den Z dem Asphalt damit noch ein bisschen näher.

Eine kleine Z Geschichte
Ab 1969 wurde der Datsun 240Z verkauft und gilt damit als Urvater der sogenannten Nissan Z-Cars. Selbiger lieferte damals schon je nach Ausführung 130 PS (Japan) bzw. 151 PS (US) was 1969 schon eine echte Hausnummer war. Kombiniert mit einer wunderbaren Linienführung konnte der Wagen eigentlich nur ein Erfolg werden. Weiter ging es mit dem 280ZX, gefolgt vom 300ZX, der dann in der zweiten Generation (Z32) preislich und leistungsmäßig schon in einer höheren Liga spielte und in den 1990er Jahren gegen Konkurrenten wie den Mitsubishi 3000GT, die Toyota Supra, den Honda NSX oder eben auch die deutsche Premiumkonkurrenz antrat. Nach einer Pause erschien schließlich 2002 der intern genannte Z33 als Nissan 350Z, der abermals die Formensprache der Z-Cars komplett verändert hatte. Letzterer wurde schließlich vom 370Z abgelöst.

Der Testwagen
Da ich schon jede Menge Z Coupes gefahren habe ist es mir sehr recht, dass ich heute die Chance habe, einen Roadster zu testen. Da das ap-Gewindefahrwerk auch für beide Modelle zu bekommen ist, war es sozusagen auch egal, welches Modell ich näher unter die Lupe nehme. Der Testwagen ist aus dem Jahr 2015 mit ca. 25.000 Kilometern auf der Uhr. Er hat keinerlei Modifikationen, außer der Folierung, ist also perfekt für unseren Test. Unter der Haube arbeitet der bekannte 3,7 Liter V6 mit 328 PS und er schaltet – Überraschung – mit Automatik.

Erstkontakt
Da steht er also, „mein“ 370Z Roadster und er sieht gut aus, ein Querdenker im automobilen Einerlei. Als alter „350Z“ Fan fällt mir zuerst auf, die beiden größten Schwachstellen wurden ausgemerzt: Der Wagen wirkt wertiger und die Frontansicht ist schicker geworden. Auf den ersten Blick – zumindest optisch – durchaus eine Konkurrenz für die deutschen Premiumroadster und das zu einem guten Preis. Aktuell werden für einen 370Z Roadster „Pack“ mit der 7-Gang Automatik 42.800 Euro fällig. Die Aufpreisliste ist relativ kurz, empfehlenswert das Connect Premium Paket mit Navi und Rückfahrkamera für gut 2500 Euro. Aber das war es dann auch schon im Wesentlichen. Ja dann, wollen wir mal!

Der Innenraum
Es regnet immer wieder, das Dach ist oben. Ich klettere hinein und bemerke die Z-typische Enge, die mir im Roadster immer noch ein wenig kuschliger vorkommt als im Coupe. Ich bin mir ziemlich sicher, die Nissan Jungs beschäftigen keine 1.97 Meter großen Testfahrer. Rein vom Sitz- und Raumgefühl würde ich mich nicht auf die Rennstrecke wagen und jetzt bin ich auch recht froh über die Automatik, so dass ich meine lange Beine nicht zum kuppeln sortieren muss. Persönlich würde ich den Wagen guten Gewissens für Personen unter 1.90 Meter empfehlen. Aber ansonsten ist alles hübsch und wesentlich besser verarbeitet als im Vorgänger. Die aus dem Nissanregal bekannte Mittelkonsole mit Navigationseinheit, bequeme Sportsitze die nicht nur beheizt, sondern auch belüftet sind, ein Bose-Soundsystem, Keyless-go, 19 Zoll Rays Felgen und alles was man heute halt sonst noch so braucht.

Auf der Straße
Wie schon sein Vorgänger ist der 370Z kein Rennwagen, mit dem man die linke Spur der Autobahn dominieren kann. Natürlich hat ein 328 PS Motor mit knappen 4 Litern Hubraum Kraft aber der Wagen hat eben auch sein Gewicht und die Automatik schluckt ebenfalls noch ein bisschen etwas weg. 5,8 Sekunden (5,5 für den Schalter) Beschleunigung von 0-100km/h stehen im Prospekt und elektronisch abgeriegelte 250 km/h. Das sind gute Werte aber heute keine Macht mehr, zumal das wahre Leben ja nicht von 0-100 km/h statt findet. Aber genau hier ist der Punkt: Ich mag den Motor, der in manchen Tests schon als „altmodisch“ verschrien wurde. 3,7 Liter Hubraum V6 mit „nur“ 328 PS! Wer baut heute noch so etwas? Ja schade eigentlich, denn für mich klingt das nach einem gesunden und langlebigen Motor, weitaus zuverlässiger als diese kleinen Turboschachteln die aus dem halben Hubraum 300 PS raus holen. Wenn man die Fairlady also fest tritt, dann geht da schon einiges und wenn man den Gasfuss im Zaum hält, dann cruist man eben so durch die Lande, sogar ziemlich stressfrei für einen Sportwagen. Damit könnte man sogar auf Reisen gehen, wenn einem die 140 Liter Kofferraum für den Wochenendtrip ausreichen.

Das Fahrwerk
Alles in allem wirkt der Wagen für mich wie ein sportliches Wägelchen, das nicht ohne Hintergedanken für den amerikanischen Markt perfektioniert wurde. Das soll nicht heißen, dass der 370Z nicht seine sportlichen Stärken hätte und die liegen definitiv auf den kurvigen Landstraßen, wo man echt Spaß entwickeln kann. Aber wer es jetzt doch ein bisschen wilder mag, als die Serienversion erlaubt, für den haben wir heute gute Nachrichten: ap Sportfahrwerke bietet jetzt das neue ap Gewindefahrwerk für den Nissan 370Z Roadster und Coupe. Es ermöglicht eine stufenlose Tieferlegung und bietet dabei eine ausgezeichnete Balance aus Alltagstauglichkeit und Sportlichkeit. Mit dem neuen ap Gewindefahrwerk ist eine Tieferlegung von 15 bis 50 Millimeter an der Vorderachse sowie 10 bis 45 Millimeter an der Hinterachse möglich. Das ap Gewindefahrwerk ist für nur 549 Euro inkl. MwSt. zzgl. Versand erhältlich.

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Text: Andreas Leffler
Bilder: Andreas Leffler