Seasons Final Meeting – Das markenoffene Abschlusstreffen by Eton – Ride the sound

> 05. September 2017

Die Saison geht langsam zu Ende und die Treffen werden weniger. Die „Finals“ starten sozusagen und auf meinem ersten großen Finale war ich heute in Langenau. Nach einem Jahrhundertsommer in Bayern, bei dem es gefühlt exakt einen Tag geregnet hat (nämlich bei unserem Summer Cruise) macht sich merklich der Herbst breit und die Woche zuvor hat es tatsächlich immer wieder hartnäckig das kühle Nass in Strömen vom Himmel gehauen. Gut für die Natur, schlecht für die Veranstalter von Autotreffen. So ging im Web sogar schon das Gerücht um, das Treffen wäre abgesagt worden, dies aber war nur eine weitere Nachricht aus der beliebten Spalte „Fake-News“. Alles wie geplant also und ich mache mich am Sonntag Morgen auf in Richtung Westen.

Das unsichere Wetter entscheidet sich doch für Gnade und Einsehen und so reiße ich kurz vorm Ziel sogar das Cabrio Dach auf. Mein erstes Mal in Langenau und ich bin beeindruckt. Der Veranstalter hat, mal etwas überspitzt gesagt, die Parkplätze vom halben Industriegebiet gebucht. Hoffen wir mal, dass es voll wird und sich nicht zu viele von der unsicheren Wettervorhersage abschrecken lassen, zumal es schon am Vormittag so warm wird, dass die Ersten Pulli und Jacke gegen T-Shirt tauschen. Dazu gibt es eine Kinderhüpfburg, eine kleine Händlerecke, db Messungen, allerlei Kurzweil und Spielchen, 160 Pokale und einen guten Ansager. Auch soundmäßig ist man hier im Industriegebiet gut aufgestellt und muss nicht gleich den nächsten Anwohner fürchten. Das bringt mich zum einzigen Diskussionspunkt, den ich so mitbekommen habe. 15 Euro Einfahrt? Da höre ich draussen noch ein paar Leute diskutieren, „für was soll ich denn bitte 15 Euro bezahlen“. Naja, für genau all das was ich oben aufgezählt habe. Alleine diese Ansammlung von Parkflächen geht vermutlich nicht umsonst her, Genehmigungen, Beschilderungen, 160 Pokale die irgend jemand kaufen musste und all die vielen anderen Kleinigkeiten, von Hüpfburg bis Werbung. Und es ist ja auch so, keiner musste das bezahlen: Wer lieber draussen blieb, konnte umsonst zu Fuß rein gehen. Aber eines ist auch klar, ohne Veranstalter, keine Veranstaltung, also keine Treffen und die Organisation von so etwas kostet nunmal Geld und sind wir mal ganz ehrlich, keiner von uns wäre traurig, wenn am Ende noch ein paar Euro hängen bleiben würden, für die ganze Arbeit und das Risiko.

Autos gab es natürlich auch, markenoffen und auch Baujahr-offen, das bedeutet für jeden war etwas dabei. Meine persönlichen Highlights? Mal abgesehen von einigen der mir ziemlich gut bekannten „Fametrain“ Fahrzeugen um Markus Scheid, die auch eine gefühlte Palette Pokale abgeräumt haben, gab es noch jede Menge andere Hingucker von A wie Autobianchi Abarth bis V wie Viper.

Aber ich muss heute und an dieser Stelle noch etwas anderes in den Eventbericht mit einbringen: Wie oben schon erwähnt, gäbe es ohne Veranstalter keine solch tollen Events auf denen man sich treffen kann, auf denen man sich Inspirationen holt und auf denen man letztlich auch neue Freunde findet. Das gleiche gilt auch für einige Firmen aus der Szene wie z.B. für den Herausgeber dieses Blogs hier, für ap-Sportfahrwerke – und nein, ich bekomme für diesen Absatz kein Extragehalt, aber ich muss das einfach mal los werden. Ohne all die Firmen die sich in der Szene engagieren und ohne die Veranstalter gäbe es keine legalen Treffen, keine Ausfahrten und Partys und ich würde auch nicht laufend über all diese schönen Events wie heute berichten können. So aber komme ich alleine auf ein Event und schon bin ich mittendrin statt nur dabei. Leute die ich aus Berlin von unserem Fotoshooting kenne, Leute die ich vom Summer Cruise kenne, Leute deren Veranstaltungen ich schon früher besucht habe, wie Chris vom United Streaker Team und so geht es sicher nicht nur mir. Anders würde es ja auch gar keinen Spaß machen. Und deshalb vielleicht ganz passend zum Saisonende mal an alle, die sich für die Szene engagieren, die weder Ärger mit der Obrigkeit fürchten, noch Stress mit den Anwohnern, die oft einige tausend Euro aus ihrem Privatvermögen riskieren oder die als Firma lieber ein Event für uns alle machen als das gleiche Geld für einen weiteren Werbewisch auszugeben –  ein dickes fettes Dankeschön!

Text: Andreas Leffler
Bilder: Andreas Leffler