Ein muss für alle Import Fans – Reisbrennen 2017

> 17. August 2017

Das Reisbrennen dieses Jahr rief wieder tausende von JDM Fahrern in die Lausitz. Zum Eurospeedway fuhren wieder unzählige modifizierte Fahrzeuge der japanischen Marken Nissan, Datsun, Mazda, Toyota, Scion, Subaru, Mitsubishi, Suzuki, Honda, Acura, Lexus, Infiniti, Daihatsu und die Koreanischen Marken Hyundai, SsangYong und Kia.

Das Reisbrennen ist Europas größtes Import Treffen. Für 3 Tage verwandelt sich die Rennstrecke in ein kleines Stück Japan. Nicht nur die Deutschen sind hier vertreten, auch Niederländer, Engländer, Österreicher, Schweizer ja sogar Italiener nehmen die weite Reise auf sich.

Am Freitagvormittag herrschte wie jedes Jahr wildes Gewusel und dezentes Chaos. Jeder Besucher möchte einen guten Platz in einer der vier Areas zum Zelten finden. Das zentrale VIP Areal ist bei den Campern sehr beliebt – kurze Laufwege und die direkte Anbindung ans Fahrerlager. Im Infield werden die wildesten Partys gefeiert und hier kann man zufällig auch Einhörner sowie riesengroße Domos sehen. Der Silent Hill ist eine abgelegene und eher ruhige Area. Aber langweilig wird es auch in diesem Camp nicht. Jeder der aufmerksam ist entdeckt zwischen den vielen Autos echte Highlights. Dieses Jahr konnte man dort einen sogenannten Ur GTR bestaunen und noch viele andere schöne Fahrzeuge. Als neue Camping Area gibt es dieses Jahr wieder die Speedway Area. Hinter der Haupttribüne kann man in ruhe Campen aber ist trotzdem mitten drin. Die kurze Distanz zum Fahrerlager macht dies möglich.

Im Fahrerlager bauten die Aussteller ebenfalls ihre Stände auf. Wie jedes Jahr waren bekannte Firmen wie TJ Imports, PartBox, RHD Speedmaster, Turbozentrum Berlin, JDM Shop, HKS Europe und noch viele mehr mit von der Partie.

Der Reisbrennen Zeitplan bot uns ein abwechslungsreiches und spannendes Programm. Der wichtigste Programmpunkt ist am Freitag das ¼ Meile Rennen. Die letzten Jahre stand das ¼ Meile Rennen unter einem schlechten Wetter-Stern. Es gab immer wieder Unterbrechungen und Abbrüche wegen Sturm oder Regen. Dieses Jahr hatten die Fahrer mehr Glück für das Rennen. Die Wettervorhersage versprach Sonnenschein und daran hielt sich der Wettergott dann auch.

An der Startlinie standen viele verschiedene Fahrzeuge. Von alten Supras und Skylines über neue Honda Civic Type R bis hin zu kleinen unscheinbar wirkenden Mitsubishi Colts. Auch ein Luxusliner von Hyundai Genesis ging an den Start. Bei diesem Teilnehmer mussten wir zweimal hinsehen, da wir dachten, dass eine Mercedes Limousine am Rennen teilnimmt. Es waren wie jedes Jahr wieder bekannte Teilnehmer dabei. Das Speedmonster von RHD Speedmaster, das dieses Jahr einen guten Lauf zeigte. Ebenfalls an den Start ging ein Nissan Skyline R32 GTR aus dem Hause Slapit mit 1500 PS mit NOS Einspritzung. Der Sprecher kündigte diesen Wagen mit den Worten an „Liebe Zuschauer, zückt jetzt eure Handys denn nun wird es Laut.“ Der Slapit GTR wurde während des Rennens an die Mauer gefahren, aber noch rechtzeitig abgefangen. Sehr interessant war ein Honda Civic EG6 vom Team CVR mit knapp 700 PS . Dieser Dragster Zwerg hat es ordentlich Qualmen lassen.  Ebenfalls ein ordentliches PS Monster war die Nissan S13 mit RB 30 und über 1000 PS.

Neben dem Rennen sowie auch dem Fahrerlager war viel geboten. In der Hot Import Area zeigten einige Fahrer die schönsten Fahrzeuge der Szene. Ein Datsun  620 mit Britsche aus dem Jahre 1976 zeigte sich von seiner besten Oldtimer Seite. Sehr schöne Show Fahrzeuge waren der Subaru Impreza WRX STI ProDrive von Mitti und der Lexus IS250  von Verena. Deutlich herausgestochen ist die candy rote Toyota Supra von Denis. Diese Supra war in einer sehr langen Umbau Phase aber nun zeigte sie sich mit 1040 PS und 1100 NM. Diese Supra ist nicht nur sehr schön sondern auch sehr schnell.

Neben der Hot Import Area gab es noch die kleinen RC Drifter. Die  Drift Freaks Berlin sind wahre Künstler. Die kreativen Miniautos sehen bemerkenswert aus und von den Fahrtkünsten können sich einige Hobby Drifter etwas abschauen. In mühevoller Kleinarbeit werden die Modelle umgebaut und modifiziert. Geht nicht gibt’s nicht – gibt es bei den Drift Freaks nicht. Wenn etwas nicht passt wird es passend gemacht. Dies zeigten sie klar und deutlich am  Liberty Walk NSX Modell. Hierfür gibt es noch kein BodyKit weder für den kleinen RC noch für den großen. Die Jungs haben einfach ein eigenes nach den Konzept Bildern gebaut.

Nicht nur die kleinen Drifter waren auf dem Reisbrennen vertreten, sondern auch die großen. Die Drifter zeigten in der Drift Arena ihr können. Hier brannte der Reis förmlich – Die Reifen qualmten ordentlich in den unzähligen Runden. Für alle die selbst mal beim Driften mitmachen wollten, konnte man auf der Beifahrerseite im Drifttaxi Platz nehmen. Das perfekte kontrollierte Ausbrechen des Fahrzeuges ist eine wahre Kunst. Die Fahrer zeigten ihre besten Moves und ließen ordentlich Gummi auf dem Platz. Als schönen Abschluss des Freitags gab es am Abend noch die Night Drift Show.

Am Samstag früh wurde man von der aufgehenden Sonne der Lausitz und dem Sound des geführten Fahrens geweckt. Wer wissen wollte was in sich und seinem Auto steckt, konnte sich Zeit auf der Rennstrecke kaufen und am Freien Fahren teilnehmen. Hier kann man mit seinem Fahrzeug am Rennbetrieb teilnehmen. Es gibt keinen Leistungsdruck wie bei einem Rennlauf, sondern man kann Frei entscheiden wie zügig man fahren möchte. Manche nutzen das freie Fahren um zum Beispiel einen Motor einzufahren oder die Fahrer des Time Attack als Trainings bzw. Probelauf. Für das Freie Fahren benötigt man keine Rennlizenz. Somit kann wirklich jeder fahren. Dies ist eine Besonderheit zu anderen Veranstaltungen.

Ein wichtiger Programmpunkt beim Reisbrennen sind die Time-Attack Läufe. Dieses Jahr standen diese Renn Läufe unter keinem guten Stern. Diese war beherrscht von dem wechselhaften Wetter, Regen, Wind und Sonne. Einige Fahrzeuge und Fahrer waren von technischen Problemen geplagt – Aufhängungsprobleme, Motorprobleme usw.

Zum zweiten Mal gab es während des Reisbrennens einen German Drift GP. Die besten Europäischen Drifter kämpfen um wichtige Punkte für die Meisterschaftswertung. Als Fahrzeuge waren unter anderem ein Nissan Skyline R33 mit 2JZ Motor von Marcel Uhlig oder von Dimitri Illyuk eine Nissan S14 mit Rocket Bunny Boss Kit mit V8 Nissan Twin Turbo mit 1100 PS. Einen Opel V8 mit Twin Turbo mit 1100 PS vom Norweger Stig Wilhemsen oder den BMW E46 mit 1050 PS von Andrius Vasilliaukas aus Littauen. Ein bekannter Deutscher war ebenfalls vertreten. Aus Dubai brachte Franz Simon seinen BMW E36 mit Rocket Bunny Kit und 1JZ Motor mit.
Es war wie im letzen Jahr wieder extrem spannend. Die Fahrer lieferten sich spannende Twin Battles und haarscharfe Kopf an Kopf Rennen beim Hochgeschwindigkeitsdrift. Die Fahrer sind ans Maximum gegangen, die Fans feierten jeden Drift und jede Rauchschwade. Wer das Rennen nicht live verfolgen konnte, konnte sich per Live Stream online die Rennen ansehen.
Beim letzten Lauf kam wieder der Regen ins Spiel und machte den Fahrern einen Strich durch die Rechnung. Die Fahrbahn war extrem rutschig und die Fahrer mussten hart kämpfen um ihre Autos in der Spur zu halten. Trotz ein paar Drehern, beherrschten die Fahrer ihre Autos so gut, dass es zu keinen Zusammenstößen oder Crashs kam.

Das Reisbrennen war wie jedes Jahr wieder ein Friedliches und schönes Beisammensein von JDM und KDM Fahrern. Hier herrscht kein Markenhass oder Neid zwischen den Fahrern.

Wir freuen uns jetzt schon wieder aufs nächste Jahr. Wie heißt es doch so schön. Nach dem Reisbrennen ist vor dem Reisbrennen.

Text: Import-Society

Bilder: Import-Society