Leider geil! Das 3. VW, Audi, Seat, Skoda Treffen in Monheim

> 08. Juni 2017

Als rasender Reporter kommt man ja so ein bisschen rum im schönen Deutschland und heute ging es nach Monheim im Donau-Ries. Öfter mal was Neues! Bei unserem Summer-Cruise gestern hatte es ja noch geregnet wie aus Kübeln. Hätte ich besser in Rain & Drift Challenge umbenennen sollen. Na, ich hoffe die Jungs in Monheim haben mehr Glück. Bei mir regnet es jedenfalls auch  noch heute am frühen Morgen und ich ziehe mein optimistisch gewähltes Sommerhemd wieder aus und einen Pulli drüber. Mein Auftraggeber sagt am Abend nach unserem Summer- bzw. Rain Cruise noch: „“Wenn du dir das antun willst nach dem heutigen Tag….“ Ich will, ich bin ja leidensfähig und neugierig. Aber manchmal wird Neugier ja auch belohnt.

Markengebundene Treffen sind nun immer so eine Sache. Die können richtig cool sein, oder eben auch nicht. Vor allem wenn man die Marke nicht mag. Mit VAG hatte ich lange Zeit meine Problemchen, aber neutral betrachtet sind die Wägen „leider geil“. Deswegen sitze ich auch heute in meinem eigenen „Bettle Cabrio“ auf dem Weg nach Monheim. Selten so viel spaßiges Auto mit super Verarbeitung (und nach 2 Jahren immer noch problemfrei) für ein überschaubares Budget bekommen. Ich wurde also bekehrt, vom Autos selbst und der tollen Autostadt in Wolfsburg, aber dies ist eine andere Geschichte. Da ich nun aber schon mal beim Thema Cabrio bin: Desto weiter ich nach Norden fahre, desto sonniger wird es. Auf halber Strecke mache ich das Dach auf und spätestens bei der Ankunft in Mohnheim frage ich mich ernsthaft warum ich Trottel einen Pulli angezogen habe. Glück mit dem Wetter haben die Jungs und Mädels schon mal. Bin gespannt wieviele Sonnenbrandopfer es heute Abend hier gibt.

Da ich einen 0-Tuning Beetle fahre parke ich draussen und wandere ein paar Meter. Fleißige Kids winken die Autos von der Straße direkt hinein, am Eingang werde ich freundlich begrüßt, nicht nur von meterlangen „Pokal-Tischen“ sondern auch von der jungen Dame. Ersteindruck – sehr gut, zumal schon der Platz überraschend gut gewählt ist. Hinter der unauffälligen Einfahrt erstreckt sich plötzlich ein großes und schön abgelegenes Gelände. Alles ist geteert, mit einer Tankstelle und Waschanlage gegenüber, Grillwagen, Pizzawagen, Sitzgelegenheiten, Toilettenwagen vor Ort und über all dem schwebt so ein familiäres, friedliches Gefühl. Keine Massenkontrolle von der Rennleitung und zumindest während meiner Anwesenheit auch keine Reifen quietschenden Störenfriede.

Ich mache meine Fotorunde und stelle fest, eine ganze Menge richtig gut gemachter Autos haben sich hier zusammen gefunden. Altersbedingt liegen mir die Klassiker mehr als die Neuen, aber egal was man favorisiert, wenn man auf VAG steht, ist man hier definitiv richtig und es gibt richtig viel zu gucken. Am Ende waren glaube ich knapp 400 Autos zu bestaunen. Ich denke, die Fotos geben dazu einen guten Einblick.

Persönlich bin ich ja eher ein positiver Menschen, der weiß, dass es nicht einfach ist, solche Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Deswegen neige ich auch eher zu positiver Berichterstattung. Allerdings gucke ich schon immer auf die Kommentare in den sozialen Netzwerken am Tag danach. Schließlich gibt es auch immer Leute, die das Haar in der Suppe suchen und manchmal gibt dies dann eben auch gute Anregungen für eine Diskussion in so einem Artikel. Hier jedoch findet offensichtlich keiner etwas Negatives zu sagen. Platz, Stimmung, Pokalvergabe, Bewertung alles wird gelobt und unter dem Tenor des „Schwarms“: Alles super, wie immer“ darf ich mich diesem anschließen: Alles war wirklich gut gemacht und ich komme gerne wieder. In diesem Sinne – Monheim war definitiv eine Reise wert.

Text: Andreas Leffler
Bilder: Andreas Leffler