Heiß in Heidenheim – Season Opening der Crew Era 2k13

> 07. Juni 2017

Wird das der heißeste Tag des Jahres bisher? Laut Wetterbericht hat er das Potential dazu. Will ich heute wirklich bis Baden Württemberg fahren? Wird das Treffen, auf dem ich noch nie war die Reise lohnen? Fragen über Fragen. Aber etwas übermotiviert hatte ich meinem Auftraggeber von ap Sportfahrwerke schon vor Wochen versprochen, dass ich dort vorbei schaue. Neues Event, neue Autos, mal was anderes. Ich hatte die Argumente ja selbst alle ins Feld geführt. Jetzt war es also soweit. Sonntag morgen in Bayern, einen schnellen Kaffee und los geht`s. Immerhin, ausnahmsweise kein Stau auf der A8, das fängt ja schon besser an als befürchtet und auch der Rest war die Reise wert, um das Ergebnis vorweg zu nehmen.

Um 10 Uhr öffnete die Crew Era 2k13 offizielle die Pforten zum ziemlich großen Parkplatzareal rund um den Real-Markt in Heidenheim. Die Sonne stand um diese Zeit schon hoch am knallblauen Himmel und ich erreiche mein Ziel nur etwa 30 Minuten später. Gut 2000 Menschen hatten auf Facebook Interesse gezeigt und dementsprechend füllte sich der Platz zügig. Autokolonne um Autokolonne drückte herein und die besten Fotos konnte man eigentlich machen, indem man sich gleich in der Nähe der Einfahrt auf den Boden setzte. Dort brutzelte ich dann in langsamer Garstufe vor mich hin und ich denke mal so etwa eine Stunde später, also so gegen halb zwölf, war es dann auch schon ziemlich voll.

Da kommen wir auch gleich zum einzigen Diskussionspunkt den ich so mit bekommen habe, da das Feedback der Schwarm-Gemeinde ansonsten durchweg super war. Irgendwann zu jener Zeit muss es gewesen sein, als die Veranstalter wegen dem großen Andrang die verbleibenden Reservierungen auflösten. Das hat ohne Frage bei dem einen oder anderen für Unmut gesorgt, der noch irgendwo auf der Straße war. Selbiges ist natürlich irgendwie verständlich, vor allem wenn man evtl. unverschuldet spät dran ist. Andererseits muss ich persönlich sagen, dass man als Veranstalter hier doch generell vor einem unüberwindlichen Hindernis und einer „no win Situation“ steht. Erstens parken ja nicht immer alle so wie geplant. Schrägparker und Pavillons (ohne die es bei dem Wetter ohnehin nicht so lustig wäre) nehmen plötzlich mehr Parkplätze weg als gedacht. Und selbst wenn ich dies alles einplane, dann bleibt immer noch das Problem der Facebook-Zusage im Allgemeinen. Für die allermeisten Leute ist eine Zusage in den sozialen Netzwerken und selbst per E-Mail oft nicht mehr als ein frommer Wunsch. Ob diese Leute dann auch wirklich kommen oder nicht steht in den Sternen. Da kann im letzten Moment immer noch das Auto streiken, die Unlust zuschlagen, die Freundin ein Verbot verhängen oder einen die Migräne dahin raffen.

Zumindest dies kann ich als Veranstalter zahlreicher Events ganz sicher bestätigen. Als Veranstalter lebst du also immer auch ein Stückweit von „der Hoffnung“, dass die Leute auch auftauchen und wenn dir vor Ort die Menschen die Tür einrennen, dann überlegst du dir zweimal, ob du jetzt wirklich alle weg schicken willst, in der vagen Hoffnung, dass die anderen noch kommen werden. Also für mich jedenfalls, war das Verhalten der Orga-Crew deshalb absolut nachvollziehbar, zumal ja selbst in Restaurants Reservierungen irgendwann aufgelöst werden, wenn die Leute nicht kommen. Abgesehen davon: Im Zweifel muss man halt echt früh da sein, eine Deadline vereinbaren oder man macht z.B. einen anderen Reservierungsmodus, bei dem im Vorfeld bezahlt werden muss. Das haben wir schon öfter gemacht und es hat auch funktioniert.

Wo wir beim Thema „bezahlen“ sind. Fünf Euro Einfahrt ist ein sehr fairer Preis und das Treffen war am Ende wirklich ziemlich fett und mehr als nur gut besucht. Passend dazu gab es eine gar nicht mal so kleine „Food-Area“ mit jeder Menge Sitzgelegenheiten, Händlern, einem Ansager und vielem mehr. Für mich ist die Reise ins benachbarte Bundesland schon immer deshalb eine tolle Sache, weil ich mal „andere“ Autos sehe und die Qualität der Fahrzeuge fand ich hier auch erfrischen gut. Vor allem wenn man sich für die Themen „VW“ und „JDM“ interessiert hat war hier jede Menge geboten. In diesem Sinne, Heidenheim war die Reise in jedem Fall wert.

Text: Andreas Leffler
Bilder: Andreas Leffler